Susanna Goesmann aus dem Parkhotel Engelsburg in Recklinghausen
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Susanna Goesmann ist Geschäftsführerin des Best Western Premier Parkhotel Engelsburg in Recklinghausen.

Corona-Krise

Hotel-Chefin in Recklinghausen: „Es ist zum Verzweifeln.“

  • Bianca Munker
    vonBianca Munker
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Mit dem neuerlichen Lockdown in der Corona-Pandemie hat auch die Hotel-Branche zu kämpfen. Susanna Goesmann, Geschäftsführerin des Parkhotels Engelsburg in Recklinghausen, hofft, dass ihr Haus das Jahr 2020 gut übersteht.

Optimistisch war das Team des Parkhotels Engelsburg in Recklinghausen ins Jahr gestartet. Buchungen und Reservierungen für Tagungen und Hochzeiten liefen gut an, zudem wurden rund 300.000 Euro in die Renovierung der Lobby investiert. Auch einige Zimmer wurden modernisiert. „Wir wollten uns gut aufstellen und für die Zukunft wettbewerbsfähig sein“, sagt Susanna Goesmann. Dann kam Corona. „Im März mussten wir unser Restaurant, die Vesttafel, während des Lockdowns schließen. Das Hotel blieb vorerst geöffnet. Zum Schluss hatten wir noch fünf Gäste. Das Frühstück und das Abendessen haben wir für sie in der Lobby serviert“, erinnert sich die Hotel-Geschäftsführerin. Kurze Zeit später wurde auch das Hotel geschlossen. „Zu uns kommen 80 Prozent Geschäftsleute. Doch die Mehrheit durfte nicht mehr reisen.“ Die Mitarbeiter gingen zum Großteil in Kurzarbeit.

Hotelzimmer in Recklinghausen werden nur noch auf Wunsch gereinigt

Im Sommer ging es wieder los. So hat das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 40.000 Euro in Hygienemaßnahmen investiert. Der Re-Start sei verhalten ausgefallen, berichtet Susanna Goesmann: „Die Gäste mussten sich ja erst an die neuen Regelungen gewöhnen und viele hatten noch Angst. Da viele Geschäftsleute wegblieben, haben wir uns auf Privatreisende konzentriert und Arrangements, zum Beispiel für Radfahrer, zusammengestellt.“ Nun der zweite Lockdown: „Wir bringen die Gäste, die noch kommen, alles Geschäftsreisende, im Appartement-Bereich unter und schließen den vorderen Teil des Hauses“, sagt Goesmann. „Die Zimmer werden nur noch auf Wunsch gereinigt, um den Kontakt zwischen Gast und Personal so gering wie möglich zu halten.“ Noch gebe es Buchungen für das Hotel in der Altstadt von Recklinghausen: „Donnerstag sind momentan neun Zimmer, Freitag und Samstag jeweils sieben Zimmer reserviert. Das ist alles traurig und zum Verzweifeln.“

Sofort- und Überbrückungshilfen nur „Tropfen auf den heißen Stein“

Die Umsatzeinbußen, sagt Susanna Goesmann, seien kurz vor der Millionengrenze. „Und wir sind mit unseren 45 Mitarbeitern kein großer Betrieb. Wir haben zwar auch 25.000 Euro Soforthilfe und 23.000 Euro Überbrückungshilfen bekommen. Aber das waren nur Tropfen auf den heißen Stein.“

Das komplette Interview mit Susanna Goesmann lesen Sie in unserem ePaper.

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