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Erfüllen Kinderwünsche: Britta Scheffer, Georg Pointke und Dieter Zöpfgen (M.) von „donum vitae“, Marc Gutzeit (r.) und Hans Spiza (l.) vom Stadtkomitee.

Hütte der guten Taten

1400 Kinderwünsche erfüllen

RECKLINGHAUSEN - Die erste Woche des Weihnachtsmarktes ist zwar schon vorbei, doch es ist längst nicht zu spät für ein gutes Werk. Schließlich ist die "Hütte der guten Taten" auf dem Kirchplatz bis zum 20. Dezember geöffnet. Dort können die Besucherinnen und Besucher Kinderwünsche erfüllen.

Zum zwölften Mal hat das Stadtkomitee der Katholiken seine „Hütte der guten Taten“ auf dem Weihnachtsmarkt aufgebaut. Seit 2007 werden dort unter dem Motto „Besuchen Sie uns und bringen Sie Kinderaugen zum leuchten“, Wunschzettel von bedürftigen Kindern verkauft. Knapp 1400 Wunschzettel im Wert zwischen fünf und 20 Euro haben 27 Organisationen aus Stadt und Kreis dieses Jahr bei bedürftigen Kindern eingesammelt.

So wünscht sich Robin beispielsweise einen Fußball, die sechsjährige Mareike hätte gern ein Dominospiel und Kevin (11) eine Kinokarte. Jeden Tag übernehmen Helfer einer anderen der 27 beteiligten Organisationen den Dienst in der Hütte auf dem Kirchplatz St. Peter. „Bewerber gibt es immer noch mehr, aber die Dauer des Weihnachtsmarktes ist eben begrenzt“, sagt Marc Gutzeit, Geschäftsführer des Stadtkomitees der Katholiken. In den letzten Jahren seien immer sämtliche Kinderwünsche in Erfüllung gegangen. „Viele Käufer kommen jedes Jahr wieder, um einen Wunschzettel zu bezahlen“, weiß Britta Scheffer, die für „donum vitae“ Dienst in der Hütte tat.

Beteiligt sind: Grimm-Schule, Amb. Kinderhospizdienst, Malteser Hilfsdienst, SkF, Prosper-Hospital, AG Eine-Welt-Kreise, KFD St. Joseph, KFD Region, Gesamtschule Suderwich, OGS Haardschule, donum vitae, Kohlkampschule, Frauenhaus und -beratungsstelle, Freckenhorster Kreis, Inner Wheel, Caritas Liebfrauen, Gasthaus und Weltladen, DRK, Raphael-Schule, Methodistische Kirche, 3.-Welt-Kreis Petrus Canisius, Fliedner-Kita, DROB, Lebenshilfe, Kolpingsfamilie

Diana Bomas kommt seit vier Jahren, um Wünsche zu erfüllen. „Die Kinder wünschen sich ein Kuscheltier oder einen Malkasten. Das sind Dinge, von denen man annimmt, das jedes Kind sie hat. Aber leider ist das bei vielen nicht so, wie man an den dicken Wunschzettel-Ordnern sieht“, erzählt die Oer-Erkenschwickerin. „Ich blättere die Ordner durch und entscheide dann nach Bauchgefühl.“ Diesmal schenkt sie Rim (9) einen Bastelkoffer und einem Kind aus dem Friedensdorf Oberhausen eine Holzeisenbahn. „Hier weiß man, dass die Hilfe ankommt. Und das Kinderlächeln kann man sich vorstellen, wenn es bekommt, was es sich wünscht.“

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