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"Fridays for Future"

1.000 Schüler schließen sich der Klima-Demo an

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RECKLINGHAUSEN - Mehrere Hundert Schüler versammelten sich am Freitagvormittag am Hauptbahnhof für den Klimaschutz und zogen lautstark durch die Innenstadt. Mit mahnenden Transparenten, Trillerpfeifen und Sprechchören forderten sie: „Wir wollen eine Zukunft!“ Laut Angaben der Polizei nahmen 1.000 Demonstranten teil.

Was mit der jungen Klimaaktivistin Greta Thunberg aus Schweden begann, ist zu einem Schülerprotest rund um die Welt geworden. Auch in Recklinghausen gehen die Schüler am Freitagvormittag auf die Straße. Mit Tröten und Sprechchören machen sie auf sich aufmerksam. Sogar Erwachsene hatten sich der Demo angeschlossen. „There is no Planet B“, auf Deutsch: „Es gibt keinen Planeten B“ war mehrfach auf den mahnenden Plakaten zu lesen. „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft raubt“, verkünden die jungen Demonstranten wiederholt in Sprechchören. Auf dem Marktplatz versammelten sich die streikenden Schüler für eine Kundgebung, bevor es zur Abschlusskundgebung weiter zum Rathaus ging. Straßensperrungen waren laut Stadt nicht notwendig. Ziel der „Fridays for Future“-Schülerstreiks ist ein schneller Kohleausstieg. Die Bewegung kritisiert vor allem die in ihren Augen untätigen Politiker in der Klimakrise. Ihre Forderung lautet: „Handelt endlich – damit wir eine Zukunft haben!“ Die Initiative für eine Demonstration gegen die Klimaverschmutzung in Recklinghausen ging von zwei Schülerinnen der Maristenschule aus. Der Klimastreik ist ein heiß und kontrovers diskutiertes Thema. Lehrer, Eltern, Schüler und Politiker, sie alle haben eine andere Meinung. Neben Zuspruch für ihr Engagement stoßen die Aktivisten auch auf viel Gegenwind. Dass Jugendliche für einen Klimaprotest die Schule schwänzen und ihre Schulpflicht verletzen, ist vielen ein Dorn im Auge. Schulleiter sehen das mit gemischten Gefühlen.

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