Hütehund aus Tierheim gestohlen

Gute Nachrichten: Kangal Jonny ist wieder da - mit Video

  • Bianca Munker
    vonBianca Munker
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Unbekannte sind in der Nacht zu Montag auf das Gelände des Tierheims eingedrungen haben ein Kangal-Weibchen gestohlen. Jetzt ist der riesige Hütehund wieder da.

Update, 3. März: Gute Nachrichten: Kangal-Hündin Jonny ist wieder da. Die Polizei stellte sie am Mittwoch mit einem Durchsuchungsbeschluss bei einer Hausdurchsuchung in Datteln sicher. Eine Mitarbeiterin aus dem Futterhaus am Oerweg lieferte der Polizei den entscheidenden Hinweis.

Demnach seien ein 27-Jähriger und eine 19-Jährige kürzlich mit einem Kangal gesehen worden. Der Hund wurde im Anschluss wieder dem Tierheim Recklinghausen übergeben. Dem Vierbeiner gehe es gut. Die Tatverdächtigen bekommen eine Anzeige wegen besonders schweren Diebstahls. Das teilten Polizei und Tierheimleiterin Kim Bühl mit.

Erstmeldung, 2. März: Tierheimleiterin Kim Bühl ist aufgewühlt. Seit 14 Jahren arbeitet sie im Tierheim an der Waldstraße. „Das ist der erste Hund, der bei uns gestohlen wurde.“ Das Außengehege von Kangal-Hündin Jonny, das direkt an den Wald grenzt, ist leer. Ein Hundekorb und zwei Decken liegen auf dem Boden. Das sei alles, was von Jonny geblieben ist. In der Nacht auf Montag drangen Unbekannte in das Gehege ein und stahlen den fünfjährigen Hütehund.

„Vermutlich wurde das Tier mit Hundefutter angelockt“

„Es ist gut möglich, dass Jonny mit Futter angelockt wurde, denn im Wald unweit des Auslaufs haben wir Plastik von einer Packung gefunden“, berichtet Kim Bühl. Das Gelände des Tierheims ist nicht videoüberwacht.

Ein Kangal ist kein Schoßhund: Jonny hat ein Stockmaß von 80 Zentimetern und wiegt rund 50 Kilogramm. Die Hütehunde, die aus der Türkei stammen, wurden dazu gezüchtet, ihre Herde vor Angriffen von Wölfen und Bären zu schützen. Die Rasse verteidigt ihr Territorium und gilt als eigenwillig und dominant.

Das Tierheim beschreibt Kangal-Hündin „Jonny“ als freundlich und aufgeschlossen.

Doch Jonny ist offenbar aus der Art geschlagen. Kim Bühl beschreibt die Hündin als „nett“ und Menschen gegenüber „aufgeschlossen“. Sie lasse sich gerne kraulen. Vielleicht war es auch diese auf der Homepage des Tierheims veröffentlichte Beschreibung, die die Hunde-Diebe zu ihrer Tat animierten. : „Menschen gegenüber ist sie sehr freundlich und aufgeschlossen, sie genießt es sehr, gekuschelt und gekrault zu werden.“

Möglicherweise soll sie weiterverkauft werden

Könnte Jonny für illegale Hundekämpfe missbraucht werden? „Das kann ich mir nicht vorstellen, sie ist dafür viel zu lieb.“ Der Kangal sei ein Mode-Hund. „Vielleicht wollte unbedingt jemand dieses Statussymbol haben“, vermutet Kim Bühl. Sie verdeutlicht: „Wir machen uns große Sorgen um unsere Jonny und möchten sie gesund und heil zurückbekommen.“ Die Tierheimleiterin weiter: „Wir bitten dringend darum, die Augen offenzuhalten, ob sie irgendwo gesichtet wird oder sogar auf irgendwelchen Verkaufsplattformen angeboten wird.“

Unlängst setzte die Polizei gegen einen aggressiven Hund in Recklinghausen einen Elektro-Taser ein.

Der Kangal als Waffe oder Statussymbol

Die Tierschutzorganisation Peta erklärt, dass es auch in Deutschland Hundekämpfe gibt. Dabei werden zwei hochgezüchtete Hunde dazu angestachelt, gegeneinander zu kämpfen. Meist endet der blutige Kampf damit, dass eines der Tiere schwer verletzt wird oder stirbt.

Pitbull-Terrier, American Bulldogs, Staffordshire Bullterrier und Kangals werden für Kämpfe missbraucht. Oft werden die Vierbeiner extra dafür gezüchtet und „scharf gemacht“. Hundekämpfe sind oft ein Merkmal eines kriminellen Kreises. Kriminelle benutzen die Tiere als Waffe oder Statussymbol – und wollen bei Kämpfen Geld verdienen.

Rubriklistenbild: © Tierheim Recklinghausen

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