Landgericht Bochum

Süder wegen Macheten-Angriff angeklagt

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RECKLINGHAUSEN - Ein 27-jähriger Mann aus Süd muss sich wegen einer lebensgefährlichen Macheten-Attacke in einem Hochhaus in Herten vor dem Landgericht Bochum verantworten. Mitangeklagt wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung ist ein Herner (25). Beide Männer sitzen bereits in Untersuchungshaft.

Sie gaben gleich zu Prozessbeginn ihre Verwicklung in die Bluttat vom 3. März zu. „Es tut mir wahnsinnig leid, dass die Sache so eskaliert ist“, sagte der 25-Jährige. Der Chemie-Student gab zu, bei einem heftigen Gerangel im siebten Stock des Hauses das spätere Opfer mit einer 40 Zentimeter langen Machete am Hals getroffen zu haben. Dieser Macheten-Treffer sei allerdings niemals beabsichtigt gewesen, denn eigentlich habe man den Mann nach einem vorherigen Streit einschüchtern wollen.

Angst vor dem Kampfhund

Die Machete und ein Totschläger seien damals auch nur aus dem Grund mitgenommen worden, weil man sich vor einem möglichen Angriff durch den Kampfhund des späteren Opfers wappnen wollte. Auch der 27-jährige Süder räumte seine Beteiligung an dem „Rache-Auftritt“ ein. Angeblich soll das spätere Opfer kurz zuvor mit seiner Verlobten, die mit ihrer Familie ebenfalls in dem Hochhaus lebt, aneinandergeraten sein. Daraufhin habe er seinen Herner Kumpel angerufen, sei nach Herten gefahren und habe den Anwohner zur Rede stellen wollen. Nachdem dieser im Flur plötzlich mit einem Feuerlöscher und einem Spaten geworfen habe, sei der Streit eskaliert. „Es war vorher in keinster Weise geplant, ihn zu verletzen“, beteuerte der Süder Angeklagte.

3.000 Euro Schmerzensgeld übergeben

Laut Anklage erlitt der Hausbewohner durch die Macheten-Attacke eine vier bis fünf Zentimeter lange Schnittwunde in der Nähe der Halsschlagader. „Es ist nur glücklichen Umständen zu verdanken, dass der Mann durch den Schlag mit der Machete in die Halsregion nicht tödliche Verletzungen davon getragen hat“, heißt es. Als Zeichen der Entschuldigung und Wiedergutmachung ließen die Angeklagten noch vor Prozessbeginn im Saal insgesamt 3.000 Euro Schmerzensgeld in bar übergeben. Mit den Urteilen ist erst Anfang Oktober zu rechnen.

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