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So stellen sich die Planer die Verteilung im neuen Einkaufszentrum vor. Grafik: Funke

Millionen-Investition

Neues Einkaufszentrum soll kommen

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Recklinghausen - Lange sah es so aus, als würde das Gerangel um den ehemaligen toom-Standort an der Herner Straße 245 am Ende keinen Sieger haben. Doch inzwischen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es dort noch zu einem echten Happy-End kommt, was vor allem die Kundschaft aus Süd, Grullbad, König Ludwig und von der Hillerheide freuen dürfte.

Mit der angestrebten Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplans werden in diesen Tagen die entscheidenden Weichen für ein komfortableres Einkaufen an dieser Stelle gestellt. Und ein erfreulicher Nebeneffekt ist: Der Lidl-Markt, der bislang noch gleich nebenan an der Berghäuser Straße ansässig war und dort über mangelnde Entfaltungsmöglichkeiten stöhnte, wird mit von der Partie sein.

Niemand wollte ernsthaft bestreiten, dass sich das bestehende Einkaufszentrum an diesem Standort schon gar nicht mehr an seine besten Tage erinnern kann. Erbaut wurde es in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, doch die vielen unterschiedlichen Nutzungen haben die Bausubstanz in erheblicher Weise leiden lassen – zeitgemäß ist das sowohl in funktionaler als auch in gestalterischer Hinsicht längst nicht mehr. Das gesamte Areal ist in Besitz der „VC Verwaltungs GmbH & Co. Wohnungs KG“ aus Mülheim, die alle bestehenden Gebäude abreißen und im Anschluss ein neues Einkaufszentrum errichten will. In der Vergangenheit wurde stets von einem potenziellen Investitionsvolumen von bis zu 30 Million Euro gesprochen, doch das ist eine Zahl, die derzeit niemand bestätigt.

Gebaut werden soll ein Einkaufszentrum mit einer Gesamtverkaufsfläche von rund 15.300 m², die sich im Wesentlichen in vier Bereiche aufgliedern: Da ist das neue Rewe-Center, das sich wie gewünscht deutlich verkleinert – von 7737 m² auf 4250 m² (auf denen sich dann auch Bäcker und Co. ausbreiten). Da ist der Adler-Bekleidungsmarkt, der seine Verkaufsfläche ebenfalls – wenn auch nur im geringen Maße – reduziert (von 3166 m² auf 2940 m²). Dann soll sich dort wieder, wie schon in der Vergangenheit, ein Garten- und Pflanzenmarkt ansiedeln, dem üppige 6870 m² geboten werden.

Und schließlich wird sich dort auch der angesprochene Lidl-Markt wiederfinden, der sich mit einer Fläche von 1280 m² ins Einkaufszentrum einfügt. Sollte alles wie geplant funktionieren, so ist mit der Firma Lidl vereinbart, dass sie die aktuell gestellte Bauvoranfrage für den gegenwärtigen Standort zurückzieht. Die Fläche, auf der sich der Lidl-Markt derzeit befindet, wird dann Gewerbegebiet. Ein zeitlicher Ablauf ist derzeit noch nicht skizziert, alles hängt davon ab, was die Verkehrs-, Immissions-, Einzelhandels- und Umweltgutachten ergeben. Kosten entstehen der Stadt nicht, die übernimmt komplett die Besitzerin.

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