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KSR stellt neue Wertstofftonne vor am 25.10.2018, Foto: Silvia Seimetz

Mülltrennung

Den gelben Sack gibt es bald nicht mehr

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RECKLINGHAUSEN - Kunststoffe ohne grünen Punkt gehören bisher in den Restmüll. Ab Januar ist das anders. Dann dürfen auch diese Wertstoffe offiziell in die gelbe Tonne. Der gelbe Sack ist dann allerdings Geschichte. Deshalb verteilen die Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) bis zum Jahresende 2500 Tonnen an 6000 Haushalte.

Bei den Kommunalen Servicebetrieben Recklinghausen (KSR) naht der Start eines Großprojekts, das seit Monaten vorbereitet wird: die Einfuhr der Wertstofftonne. „Es ist höchste Zeit, dass legal wird, was viele Bürger ohnehin tun“, sagt KSR-Betriebsleiter Uwe Schilling: Kunststoff in die gelbe Tonne werfen, der kein Verpackungsmüll ist. „Und es ist ja auch nicht nachzuvollziehen, warum ein leerer Mayo-Eimer da rein darf, ein kaputter Putzeimer aber nicht“, ergänzt Abfallberaterin Heidi Samhuber.

Doch nicht nur Plastik in allen Formen und Farben gilt ab Januar nicht mehr als Restmüll, sondern als Wertstoff. Auch Metalle wie Töpfe, Besteck, der alte Locher aus dem Büro, der ausgediente Wasserhahn, krumme Nägel oder Kabelreste – der „Appetit“ der Wertstofftonne ist riesig. Aber nicht unersättlich. Elektrogeräte, Holz, Porzellan oder Glühbirnen dürfen nicht da rein. „Und auch keine Windeln“, betont Heidi Samhuber. „Die sind zwar von außen aus Kunststoff, ihr Inhalt ist es aber nicht.“

Müllgebühr steigt um zwei Euro im Jahr

Die KSR verteilen die fehlenden gelben Tonnen bis Ende Dezember. „Wer bis Jahresbeginn keine bekommen hat, sollte sich bitte bei uns melden“, sagt Uwe Schilling. Denn dadurch, dass der Verpackungsmüll in den vergangenen Jahren von wechselnden Unternehmen abgefahren wurden, könne der ein oder andere Bürger durchs Datenraster gefallen sein.

Übrigens: Die Wertstoffe sind zwar wertvoll, bringen den KSR aber keine zusätzlichen Einnahmen. Im Gegenteil: Die Müllgebühr steigt für die Bürger dadurch sogar, nämlich um zwei Euro pro Jahr. „Weil die Verwertung aufwendig und teuer ist“, erläutert Schilling: „Aber alles, was nicht im Restmüll landet, ist wertvoll für die Natur. Und zwei Euro für den Klimaschutz ist nicht viel Geld.“

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