Neonazi-Aufmarsch

"Bündnis gegen Rechts" kündigt Gegendemonstration an

RECKLINGHAUSEN. Das reaktivierte „Bündnis gegen Rechts“ hat bei einer Versammlung im Büro der Linkspartei an der Kellerstraße beschlossen, eine Gegendemonstration zum geplanten Neonazi-Aufmarsch am 28. November zu initiieren. Anmelden wird diese bei der Polizei die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschisten“ (VVNBdA).

Rund 30 Bürger nahmen an dem Treffen teil, bei dem das bereits vor Jahren gegründete „Bündnis gegen Rechts“ reaktiviert wurde. In der Diskussion wurde auch Kritik an Bürgermeister Wolfgang Pantförder geäußert. So warf der ehemalige Ratsherr und attac-Aktivist Klaus Pedoth dem Verwaltungschef vor, die Demonstration nicht einfach verboten zu haben. Allerdings: Dazu fehlt dem Bürgermeister die Rechtsgrundlage. Ziel der Gegendemonstration ist ganz klar, den Marsch der Neonazis durch Recklinghausen zu verhindern. „Bei der Verfolgung dieses Ziels finden wir zivilen Ungehorsam nicht schädlich“, verlautete aus Bündniskreisen. Diese Haltung stößt bei Pantförder auf Kritik. „Offenbar sucht die Linke die Provokation. Die Mitglieder des Koordinierungskreises für Toleranz und Zivilcourage waren sich aber in der letzten Sitzung einig, jede Art von Gewalt unter allen Umständen zu verhindern und eben keine Demo, sondern eine Mahnwache zu veranstalten." Derweil haben die Organisatoren des Neonazi-Aufmarsches einen „Mobilisierungsinfostand“, mit dem sie am Samstag, 14. November, für sich werben wollen, angemeldet. „Für das Ordnungsamt bestand leider keine Möglichkeit, die Genehmigung zu versagen“, erklärte Pressesprecher Reinhold Hegemann.

Rubriklistenbild: © A3464 Rainer Jensen (dpa)

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