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Die neue Elektroanlage des Ruhrfestspielhauses.

Umbau fast beendet

Neue Elektrik fürs Ruhrfestspielhaus

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RECKLINGHAUSEN - Die marode Elektroversorgung des Ruhrfestspielhauses wird derzeit erneuert. In drei Wochen sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Kosten: eine Million Euro. Durch die neue Anlage ist ein Stromausfall, etwa während einer Aufführung, nahezu unmöglich.

Die neuen Anschlussschränke sind bereits installiert. Jetzt heißt es noch: Warten auf das neue Notstrom-Aggregat. Olaf Mörschner, seit 20 Jahren Hausmeister im Kulturtempel auf dem Hügel, führt uns durch die Katakomben des Festspielhauses. Seit Anfang Juni arbeiten die Fachleute der Firma Starkstromtechnik Ritter aus Dortmund im zweiten Kellergeschoss. „Wir konnten zuletzt nicht mehr garantieren, dass es auf der Bühne nicht plötzlich zappenduster wird. Die alte Technik aus den 60ern war total marode“, sagt Mörschner. Die Anlage sei auch erweitert worden, sodass ein Stromausfall praktisch unmöglich ist. Eine Million Euro kostet der Elektro-Komplettaustausch. Die Summe wird aus dem Konjunkturpaket III beglichen. Gleiches gilt für die 190.000 Euro für die neue Station, die Trink- und Löschwasser trennt. Wer allerdings den Wasserschaden von 26.000 Euro trägt, den die Sprinkleranlage kürzlich verursacht hat, ist noch offen. „Beim Öffnen der Türen kam ich mir vor wie auf der Titanic“, erinnert sich Olaf Mörschner. Mehrere Keller standen zehn Zentimeter unter Wasser. Ganz ohne Komplikationen verlief auch der barrierefreie Umbau des Eingangsbereiches am Ruhrfestspielhaus nicht. „Die Arbeiter sind plötzlich auf eine Kanalisation gestoßen, die nicht in unseren Plänen verzeichnet war“, erklärt Axel Fritz, der beim städtischen Fachbereich Ingenieurwesen für den Straßenbau zuständig ist. Als neuer Fertigstellungstermin werde jetzt Ende September angepeilt. Inzwischen ist die neue Verkehrsinsel auf dem Mittelstreifen an der Cäcilienhöhe fertig. Sie soll verhindern, dass Autos an einem haltenden Bus vorbeifahren. Denn im Zuge der Maßnahme wird auch die Bushaltestelle, die vorher hinter der Einmündung in der Otto-Burrmeister-Allee platziert war, direkt vor den Fußgängerüberweg an der Cäcilienhöhe verlegt und barrierefrei gestaltet. Der behindertengerechte Zugang vom Straßenbereich zur Brücke wird ähnlich wie am Eingang zum Stadtgarten an der Dorstener Straße mit helleren Steinen gepflastert. Die Kosten von insgesamt 250.000 Euro werden mit städtischen Mitteln gestemmt.

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