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am 27.06.2016 in RE, links und recht stehen n der ludwig richter strase in re autos, viele von mitarbeitern des prosperhospitals. die satdt will nun parkflaechen markieren . Foto: Thomas Nowaczyk

Malerviertel

Der Parkdruck wächst

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RECKLINGHAUSEN - Die Parksituation im Malerviertel spitzt sich weiter zu. Mitarbeiter und Besucher des Prosper-Hospitals nutzen das Wohngebiet oft auf der Suche nach einem kostenlosen Parkplatz. Vielfach versperren die abgestellten Autos großen Fahrzeugen oder Rettungswagen die Durchfahrt. Dem will die Stadt nun entgegenwirken.

Ohne Diskussionen und Proteste wird das Projekt sicher nicht abgehen. Denn von aktuell rund 185 zur Verfügung stehenden Parkplätzen fallen rund 40 weg, wenn die Stadt die Flächen, auf den künftig geparkt werden darf, eindeutig markiert. Mitarbeiter und Besucher des Prospers wird das ganz sicher nicht begeistern. Doch für das Ordnungsamt gilt: Sicherheit geht vor. „Es ist noch nicht lange her, da konnte ein Rettungsfahrzeug nach einem Unfall auf einer Baustelle an der Dürerstraße schlicht nicht um die Ecke fahren, weil die Kreuzung von parkenden Autos zugestellt war“, bestätigte gestern Fachbereichsleiter Axel Petersmeier.

Kontrollen und Verwarnungen durch die Politessen des Ordnungsamtes haben die Lage in den vergangenen Monaten nicht verändert. Bereits in der vergangenen Woche hat der Verkehrsausschuss deshalb mit großer Mehrheit das neue Parkraumkonzept fürs Viertel abgesegnet. In einem Schreiben für die Politiker im Ausschuss stufte die Stadtverwaltung den Verlust der 40 Stellplätze als „hinnehmbar“ ein. Denn auf dem Prosper-Gelände stünden ausreichend bezahlbare Parkkapazitäten zur Verfügung. Doch erscheint diese Einschätzung der Verwaltung Insidern als zu optimistisch.

„Im Vergleich zu anderen Krankenhäusern unserer Größenordnung haben wir sicher viele Parkplätze, dennoch ist gerade vormittags, wenn die Aufnahmen der Patienten stattfinden und die Kollegen ihren Dienst antreten, der Parkdruck enorm“, sagte Prosper-Pressesprecher Hubert Claves. Er bestätigte, dass viele Kollegen zunächst auf der Suche nach einem Parkplatz eine Runde durchs Wohngebiet drehen. Nur wenn sie dort nicht fündig würden, nutzten sie dann doch den kostenpflichtigen Platz am Krankenhaus.

Gespannt ist der Verkehrsausschussvorsitzende Andreas Becker (SPD), wie die Anwohner auf die Markierungen reagieren. „Ich kann mir kaum vorstellen, dass das einfach so hingenommen wird. Wenn der Parkraum weniger wird, dürfte die Forderung nach einer Anwohnerparkregelung nicht lange auf sich warten lassen. Das haben wir an anderen Stellen im Stadtgebiet bereits mehrfach so erlebt“, sagte der SPD-Chef. Petersmeier will nicht ausschließen, dass es zu eben dieser Diskussion kommt. „Doch damit beschäftigen wir uns erst in einem zweiten Schritt.“ Die Markierung der Parkplätze soll bald kommen. Kosten: 6 500 €. Betroffen sind Ludwig-Richter-Straße, Dürerstraße, Menzelstraße, Käthe-Kollwitz-Straße, Spitzwegstraße und Hohlbeinweg.

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