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Pauluskirche

"Trauerraum" wird eröffnet

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RECKLINGHAUSEN - In der Pauluskirche beginnt am Samstag, 25. März, die Themenwoche „Trauerraum – Lebensraum“ der „remember“-Gruppe mit einem Gottesdienst um 17 Uhr. Acht Pagodenzelte sollen bis zum 2. April in dem Gotteshaus, An der Pauluskirche 11, stehen und das Thema „Tod“ zum Gesprächsthema machen.

„Wir wollen den Tod ins Leben holen“, sagt Brigitte Siefert vom Veranstalter, der „remember“ genannten „Konferenz für Trauerarbeit im Kreis Recklinghausen“. Die „remember“-Gruppe kooperiert mit dem Katholischen Kreisbildungswerk. Zu ihr gehören knapp 20 Frauen und Männer, die sich haupt- und nebenberuflich sowie ehrenamtlich mit Trauer und Trauerarbeit beschäftigen.

Die acht Themenpavillons sollen unterschiedliche Namen tragen: „öffnen“, „sehen“ oder „gehen“. Dabei geht es darum, wie in den unterschiedlichen Weltreligionen mit Tod und Trauer umgegangen wird. Oder wie Schriftsteller, Filmemacher und Musiker das Thema verarbeiten. Ein besonderer Hingucker dürfte dann das Zelt „gehen“ sein. „In dieses möchten wir einen offenen Sarg stellen“, sagt Brigitte Siefert. „Schließlich wollen wir keine seichte Soße verteilen, sondern schon deutlich machen, dass der Tod zum Leben dazugehört.“

Die Themenwoche soll informieren und unterstreichen, dass man über Tod und Trauer ganz normal reden kann. Auch weil die Mitglieder der „remember“-Gruppe wissen, „dass Trauernde sehr darunter leiden, wenn ihnen die Menschen aus Unsicherheit auf einmal aus dem Weg gehen“, wie Maria Peters sagt.

Die Themenpavillons werden täglich von 10 bis 13 Uhr und von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet sein. Im Zelt „sprechen“ soll man sich dabei mit anderen Besuchern unterhalten und auch immer einen Seelsorger oder Trauerbegleiter antreffen können. Fürs Gegenteil ist ebenfalls gesorgt: Die Turmkapelle wird zum „Raum der Stille“.

In der Themenwoche gibt es auch ein Rahmenprogramm: Juliane Uhl liest am 31. März um 19 Uhr aus ihrem Buch „Drei Liter Tod. Mein Leben im Krematorium“. Am darauffolgenden Morgen kommt die Soziologin dann noch zu einer „gemütlichen Plauderrunde über den Tod, das Sterben und die eigene Vergänglichkeit“ ins Vormittags-Café (10.30 - 12 Uhr). „Auch wenn das für manchen im ersten Moment vielleicht befremdlich klingt“, wie Ingrid Schulz-vor der Wülbecke sagt.

Für die Teilnahme am Rahmenprogramm wird um Spenden gebeten. Für die Veranstaltung von Walburga Schnock-Störmer ist eine Anmeldung per E-Mail an erforderlich.

Der Pantomime Christoph Gilsbach führt das Theaterstück „Das Leben“ auf (28. März, 19 Uhr). Auch ihm geht es darum, „den Tod wieder in unser Leben aufzunehmen und als Teil von uns zu begreifen“. Schließlich erläutert Walburga Schnock-Störmer Erziehenden, wie sie mit Kindern im Vor- und Grundschulalter umgehen können, in deren Familie oder Umfeld es zu einem Todesfall gekommen ist (27. März, 15 Uhr). Auch zu diesem Thema gibt es übrigens ein Zelt.

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