Wambecke
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Auch mit bloßem Auge ist deutlich zu erkennen: Im Graben auf dem Firmengelände von Möller Pharma fließt keineswegs nur Regenwasser.

Bach in Stuckenbusch

Rätsel um milchig-trübe Färbung der Wambecke weiterhin ungelöst

  • Ralf Wiethaup
    vonRalf Wiethaup
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Noch immer ist die Wambecke in Stuckenbusch verdreckt und kein Verursacher zu finden. Vier Behören finden keine Erklärung für die rätselhafte Färbung des Stuckenbuscher Bachs.

Update, 5. Februar: Der Bach, der östlich und südlich von Stuckenbusch fließt, führt milchig-trübes Wasser und stinkt nach Fäkalien. Problematisch ist das, weil er auf Hertener Gebiet in den Resser Bach mündet und von dort in die Emscher, die derzeit für gut fünf Milliarden Euro renaturiert wird. Vier Behörden sind inzwischen an dem Rätsel beteiligt.

Theorien der Stuckenbuscher Bürger hielt man zuletzt für höchst unwahrscheinlich. Die Bezirksregierung hatte zwischenzeitlich das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) gebeten, Wasserproben zu entnehmen. Tatsächlich wurde ein erhöhter Gehalt von E.coli-Bakterien gemessen, was die Fäkalien-Theorie untermauert, doch wo diese herkommen, konnte das Landesamt auch nicht sagen.

Auch die Firma Möller Pharma, die in den Kreis der Verdächtigen geraten war, ist ratlos. Dessen Geschäftsführer Oliver Hennemann kann sich den Verdacht gegen seine Firma natürlich erklären, „weil das verdreckte Wasser ja schließlich auf unserem Betriebsgelände ist“. Aber auch er ist ratlos, was man noch unternehmen kann. Untersuchungen seitens der Firma in Höhe von mehr als 20.000 Euro hätten nichts ergeben. Als letzte Erklärung bleibt, dass es noch alte unterirdische Drainagen gibt, die das Abwasser zum Quellgebiet der Wambecke führen. Oder aber, es wurde noch etwas anderes übersehen. Mehr dazu gibt‘s im ePaper.

Meldung, 14. Februar: Mittlerweile hat sich die Lage an manchen Stellen des 1,5 Kilometer langen Gewässers offenbar entspannt. Doch noch immer ist die Suche nach dem Verursacher der Verschmutzung erfolglos. „Uns liegen noch keine Ergebnisse von dem Labor aus Gelsenkirchen vor“, erklärte Franz-Josef Knoblauch als stellvertretender Leiter des Fachbereichs Ingenieurwesen nach der neuerlichen Entnahme von Proben aus dem Bach. 

So sah die Wambecke noch vor Kurzem aus.

Farbtest bei Pharma-Firma

In Verdacht gerieten schnell anliegenden Firmen, so zum Beispiel  Möller Pharma an der Lise-Meitner-Straße. Doch vor Ort wurde  bei einem Test mit eingefärbtem Wasser festgestellt, dass das Abwasser vom Bürogebäude den korrekten Weg in die Kanalisation nimmt und somit nicht für die Verunreinigung der Wambecke verantwortlich sein könne, wie Knoblauch berichtet. Die Suche nach dem "Fehler im System" geht weiter.

Erst vor sechs Jahren wurde die Wambecke renaturiert. Eine mögliche Bebauung nahe der Wambecke in Stuckenbusch hat in den vergangenen JAhren für Proteste gesorgt.

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