BGH-Urteil

Zu Tode geprügelt: Rentner-Mörder aus Recklinghausen muss lebenslang hinter Gitter

Ein Recklinghäuser hat seine Opfer getreten, gewürgt und durch Tritte das Gesicht zertrümmert. Ein BGH-Urteil bestätigt: Er muss lebenslang in Haft.

Er hat die 79-jährige Frau gewürgt, getreten und niedergestochen. Ihrem beinamputierten ein Jahr jüngeren Ehemann waren durch Stampftritte das Gesicht zertrümmert und die Augäpfel zerquetscht worden. Das war im Februar 2018 in einer Wohnung an der Rottstraße in Bochum.

Mehr als zweieinhalb Jahre nach der Tat muss sich der Angeklagte, ein 36-Jähriger Gelegenheitsarbeiter aus Recklinghausen, nun endgültig damit abfinden, ein verurteilter Mörder zu sein. Denn: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die umstrittene Indizien-Verurteilung des 36-Jährigen zu lebenslanger Haft durch das Bochumer Schwurgericht bestätigt.

Mann aus Recklinghausen hat die Tat nicht gestanden

Der Angeklagte hat die Tat bis zuletzt vehement bestritten. Die von ihm nachgewiesenen DNA-Spuren in der Wohnung erklärte der Recklinghäuser unter anderem mit durchgeführten Tapezier-Arbeiten bei den Rentnern. Auch sein Verteidiger Jens Tuschhoff hatte einen Freispruch gefordert.

Trotz Urteil wird es noch mal zu einem zweiten Prozess kommen. Dieser ist für den Mann aber mehr oder weniger bedeutungslos. Dort wird um die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt verhandelt. Diese Anordnung wurde vorerst nach der Revision des 36-Jährigen durch das BGH aufgehoben.

Schuldspruch für Mann aus Recklinghausen ist rechtskräftig

Alle Feststellungen zum Tatgeschehen und auch der Schuldspruch (Mord, Mordversuch und Raub mit Todesfolge) sind durch den BGH-Beschluss jedoch nicht betroffen. Insoweit ist endgültige Rechtskraft eingetreten.

In der Nacht auf Mittwoch (11.9.) wurde in Herne-Wanne eine Frau sexuell missbraucht

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