Ein 55-Jähriger soll seine Stieftochter sexuell missbraucht haben.
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Ein 55-Jähriger soll seine Stieftochter sexuell missbraucht haben.

Frührentner droht hohe Haftstrafe

55-jähriger Stiefvater soll seine Tochter mindestens 40-mal sexuell missbraucht haben

Vor Gericht streitet der Frührentner den sexuellen Missbrauch an seiner Stieftochter ab. Das Gericht zieht eine Glaubhaftigkeits-Expertin hinzu.

Einem 55-jährigen Recklinghäuser wird vorgeworfen, sich mindestens 40-mal sexuell an seiner damals neun Jahre alten Stieftochter vergangen zu haben. Die Missbrauchs-Vorfälle hätten sich im Zeitraum vom 8. August 2008 bis Mitte 2009 zugetragen, wie die heute 20 Jahre alte Belastungszeugin vor Gericht aussagt.

Laut Staatsanwaltschaft soll sich der 55-Jährige regelmäßig am Rande der Kontrolle der Hausaufgaben sexuell an dem Mädchen vergangen haben. Fast immer bis hin zum Geschlechtsverkehr. Tatorte seien das Schlaf- und das Badezimmer in dem bis heute von dem 55-Jährigen und seiner Ehefrau bewohnten Wohnhaus auf der Hillerheide.

Angeklagter weist Vorwürfe als "frei erfunden" zurück

Der Angeklagte selbst, der beim Prozessauftakt vor dem Bochumer Landgericht nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit redete, wies die Vorwürfe am Donnerstag vehement zurück. Der 55-Jährige bestritt, sich jemals an dem Mädchen sexuell vergangen zu haben.

Das mutmaßliche Opfer, die heutige 20-Jährige, soll die mutmaßliche Serie von schweren sexuellen Übergriffen im Jahr 2018 bei der Polizei zur Strafanzeige gebracht haben. Seitdem hat sie den Kontakt zu ihrer Familie offenbar abgebrochen.

Richter ziehen Glaubhaftigkeits-Expertin hinzu

Um die Aussagen des mutmaßlichen Opfers auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, haben die Richter eine Glaubhaftigkeits-Expertin hinzugezogen. Im Fall einer Verurteilung droht dem Frührentner eine hohe Haftstrafe. Für jede einzelne Tat des Missbrauchs in der angeklagten Form ist nach dem Gesetz eine Mindeststrafe von zwei Jahren Haft vorgesehen. Das Urteil wird am 12. Februar erwartet.

Von Werner von Braunschweig

Das Landgericht Bochum verhandelt aktuell einen Fall aus Recklinghausen: Ein Obdachloser soll hier einen 33-Jährigen totgeprügelt haben. 

Ein Prozess wegen Missbrauchs in 62 Fällen gegen einen Briefzusteller aus Datteln wird fortgeführt. Schon jetzt gibt es aber neue Unruhe.

Zwischen 2011 und 2012 soll ein Hertener seinen damals 16-jährigen Kollegen in einem Marler Betrieb sexuell genötigt haben. Ein schwieriger Fall für die Justiz.

Die Polizei Bochum fahndet nach einem jungen Mann, der in Herne-Wanne eine 21-Jährige missbraucht haben soll.

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