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Ein Bild vom Feierabendmarkt in Buer. Solch ein Angebot wünschen die Grünen sich auch für Recklinghausen.

Altstadt

Grüne wünschen sich "Feierabend-Markt"

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RECKLINGHAUSEN - In einem Ratsantrag fordern die Grünen die Verwaltung auf, die Chancen und Potenziale für einen „Feierabend-Markt“ zu sondieren. Recklinghausen mit seiner weithin gerühmten Altstadt böte das ideale Ambiente für einen solchen Markt, finden die Mitglieder der Öko-Partei.

In beschaulicher Atmosphäre am Abend über einen Spezialitäten-Markt flanieren, hier eine Käse-Kreation verkosten, dort einen edlen Tropfen probieren, an den Ständen ein „Quätschchen“ halten. Das sind die Zutaten zum Erfolgsrezept eines „Feierabend-Marktes“, wie er in der Nachbarschaft – beispielsweise in Buer, Bochum oder auch Oer-Erkenschwick – für Furore sorgt. „Die Mischung aus Einkaufsmöglichkeiten an Marktständen, Verweilen auf Sitzplätzen, Klönen und Verkostung von Speisen und Getränken an Tischen erfreut sich großer Beliebtheit und würde sicherlich zur Attraktivität unserer Stadt beitragen“, sagt Heinz-Jürgen Karsch von den Grünen. Die Stadt hat inzwischen ihre Fühler ausgestreckt und unter anderem die 40 Händler der Recklinghäuser Wochenmärkte zum Thema befragt. 21 der Händler erklärten sich bei dieser Gelegenheit grundsätzlich dazu bereit, bei einem „Feierabend-Markt“ mitzumachen. Allerdings habe sich gezeigt, so die Verwaltung in einer Stellungnahme für den Wirtschaftsförderungsausschuss, dass „alleine aus den Reihen der vorhandenen Markthändler kein attraktiver Feierabend-Markt zu bestreiten ist.“ Die Beispiele aus Buer und Bochum zeigten, dass bei solchen Märkten der „kommunikative und gastronomische Aspekt mit dem Verzehr von Speisen und Getränken vor Ort ein Schwerpunkt ist. Der eigentliche Markthandel spielt auch eine wichtige Rolle, ist aber im Vergleich zum klassischen Wochenmarkt deutlich geringer ausgeprägt“, führt die Stadtverwaltung in ihrem Zwischenbericht aus.

Fest steht inzwischen, dass die Stadt einen solchen Erlebnis-Markt nicht selbst auf die Beine stellen wird. „Wir stehen in Verhandlungen mit Veranstaltern, die einen solchen Markt mit dem besonderen Händler-Mix organisieren können. Aber da sind im Vorfeld ganz viele Detailfragen zu klären, sodass ich nicht sicher bin, ob wir vor der Sommerpause noch zu einem Abschluss kommen“, sagte Axel Petersmeier, Leiter des Ordnungsamtes. Eine der wichtigen Fragen, die im Vorfeld noch zu klären sind, ist die nach dem Schauplatz, obwohl es eigentlich nur auf den Altstadtmarkt oder den neuen Kirchplatz hinauslaufen kann. Denn wichtig für den Erfolg eines „Feierabend-Marktes“ ist die Nähe oder sogar Anbindung an die Gastronomie vor Ort. Gar nicht mal so unerheblich für den Erfolg sind auch Tag und Zeit – in Buer findet der Markt donnerstags von 16 bis 20 Uhr statt, in Bochum freitags zur selben Zeit.

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