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Schon allein der Aufbau des 40-Metern-Krans war sehenswert.

Umbau zum Marktquartier

40-Meter-Kran überragt ehemaliges Karstadt-Gebäude - für viele bleibt er aber unsichtbar

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  • René Preuß
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Im Zuge des Karstadt-Umbaus zum Marktquartier wurde ein 40-Meter-Kran aufgestellt. Der Einsatz war für die Monteure eine Seltenheit.

Innerhalb zweier Tage baute sich am ehemaligen Karstadt-Komplex ein Riese auf: Ein Baustellenkran, der eine Höhe von 40 Metern und eine Auslegerlänger von 60 Metern misst.

Rechnet man die Fahrerkabine hinzu, so misst der Kran eine Gesamthöhe von 41,4 Metern. Der Ausleger hat nach vorn eine Länge von 60 Metern und kann an der Spitze bis zu 2,5 Tonnen Gewichte laden.

Damit der Riese in der Balance bleibt, haben ihn die vier beteiligten Monteure am hinteren Ende mit Gegengewichten von insgesamt 18,8 Tonnen beladen.

Nach und nach wurde der Kran mit Gewichten beladen.

„Das war schon eine echte Herausforderung für uns“, sagt Hans Fischer, Planer der Firma Bönemann. „Erstens wegen des Platzmangels und zweitens mussten alle Teile just in time montiert werden.“

Der Kran wird künftig bei den Abrissarbeiten des Karstadt-Komplexes eingesetzt. Bald wird er den Übergang an der Herrenstraße, das außen liegende Treppenhaus an der Schaumburgstraße und Teile des Hauptgebäudes abreißen helfen, sodass ein Innenhof entsteht.

Über den Dächern der Stadt Recklinghausen | cityInfo.TV

Über den Dächern der Stadt Recklinghausen | cityInfo.TV

Vom Boden aus ist der Kran kaum zu sehen  

Das Kuriose: Für viele Recklinghäuser bleibt der Kran zunächst vermutlich unentdeckt, denn vom Boden aus ist er kaum zu sehen. Das hohe Gebäude des ehemaligen Karstadt-Komplexes verdeckt ihn zu einem Großteil.

Der Ausleger ist 60 Meter lang.

Nur wer das Lampengässchen hinuntergeht, kann ihn an der Ecke zur Herrenstraße hinter den Bauzäunen in seiner vollen Größe sehen. Von der gegenüberliegenden Seite an der Ecke Schaumburgstraße/Herrenstraße ist nur ein Teilstück von dem Riesen zu sehen.

Aufträge mit derartigen Verhältnissen sind selten

Zuständig für das Gefährt ist die Unternehmensgruppe AIP, die den Baustellenkran von der Firma Bönemann gemietet hat. Bauaufträge mit derartigen Verhältnissen seien auch für die Monteure eher eine Seltenheit. Neun Lkw waren nötig, um die Teile des Krans anzuliefern. Die Firma habe 140 Kräne dieser Dimension im Bestand. Der Kran werde nun justiert und dann der Bauleitung übergeben.

An der Marienkirche in Süd hat es Anfang der Woche einen weiteren spektakulären Höheneinsatz gegeben. Dort arbeitete die Firma Stachowitz mit einem90 Meter hohen Kran.

Der Abriss des Herten-Forums geht in die Endphase. Schaulustige verfolgen, wie Bagger das gelbe Hauptgebäude zerlegen. Dann gibt's einen symbolträchtigen Moment.

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