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Die Brücke über der Herrenstraße soll ab Mitte Dezember abgerissen werden.

Marktquartier-Umbau

Der Abriss des ehemaligen Karstadt-Gebäudes startet erst Mitte Dezember

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Durch einige unliebsame "Überraschungen" gestaltet sich der Umbau des ehemaligen Karstadt-Gebäudes schwieriger als zunächst gedacht. 

Doch Projektleiter Sascha Meiners ist meilenweit davon entfernt, deswegen in Unruhe zu verfallen: „Man muss bei einer Baustelle dieser Größenordnung immer auf die eine oder andere Überraschung gefasst sein.“ Und so fällt sein aktuelles Zwischenfazit nach knapp vier Monaten durchaus zufriedenstellend aus: „Wir liegen im Grunde im Terminplan. Wenn überhaupt, dann hinken wir ein paar Tage hinterher.“ 

Kontaminierungen gefunden

Bei der Projektvorstellung am 12. Juni hatte man noch verkündet, dass es im September und Oktober zu ersten spektakulären Abbrucharbeiten kommen sollte – und damit waren die Brücke über die Herrenstraße und der Treppenturm an der Schaumburgstraße gemeint. Beide Gebäudeteile sind allerdings noch intakt, und dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen stieß man in Gebäudedehnungsfugen im ehemaligen Bettenhaus und zum Teil auch im Haupthaus „auf Kontaminierungen“, wie Meiers das nennt: „In Absprache mit der Bezirksregierung und dem Kreis mussten dann zunächst Proben genommen werden, ehe dann nach ein paar Tagen die Entsorgung gestartet werden konnte.“ Obendrein wich die Tragkonstruktion im Haupthaus von den Unterlagen ab, sodass eine zusätzliche betontechnologische Untersuchung nötig wurde, die ebenfalls Zeit verschlang.

Rücksicht auf "Recklinghausen leuchtet"

Zum anderen waren Sascha Meiners und Co. stets bemüht, die Beeinträchtigungen für die unmittelbaren Nachbarn und vorbeiziehende Passanten so gering wie möglich zu halten: „Deshalb haben wir während ,Recklinghausen leuchtet’ auf Abrisse verzichtet.“ Das wird sich jedoch ändern: Vermutlich Mitte Dezember wird ein sogenannter Longfront-Bagger mit besonders großer Reichweite anrücken und ans Werk gehen.

 Noch stehen die Planungen nicht ganz, aber vermutlich soll es zuerst der Brücke zwischen Schaumburg- und Marktquartier, wie die Gebäude in Zukunft heißen werden, an den Kragen gehen. Danach ist der Treppenturm an der Reihe, doch möglicherweise wird dessen Abriss sogar auf den Januar geschoben – wegen der Nähe zum Weihnachtsmarkt. „Wir wollen die Arbeiten für alle erträglich gestalten“, betont Sascha Meiners noch einmal – und geht auf Kuschelkurs: „Die Recklinghäuser Bevölkerung ist sehr nett zu uns. Das erleben wir nicht überall so.“

Ein Riesenkran überragt den Karstadt-Umbau zum Marktquartier. 

Und so wurde dergroße Umbau angekündigt. 

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