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Die Grünen fordern eine Tempo-30-Zone auf den Innenstadtwällen.

Vorschlag aus der Lokalpolitik

Bald nur noch Tempo 30 auf dem Wallring in Recklinghausen? 

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Nach der fehlgeschlagenen Einbahnstraße fordern die Recklinghäuser Grünen jetzt Tempo 30 auf dem Wall. Ein gute oder eine schlechte Idee? User und Leser haben da eine klare Meinung.

Update, 20. August 13:00 Uhr

Nur noch langsam über den Wallring in Recklinghausen? Bringt das etwas? Die ersten Experten meldeten sich bereits zu Wort. Und auch unsere User haben eine klare Meinung. Sie sind mehrheitlich dagegen. Zudem müsste man überlegen, inwiefern die Ampelschaltung vernünftig zu regeln wäre.

Update, 20. August 7:00 Uhr

Bei unserer Facebook-Umfrage zum Thema "Tempo 30 auf dem Wallring" ist ein klarer Tenor zu erkennen: Die Mehrheit der Facebook-Nutzer spricht sich gegen den neuesten Vorschlag der Grünen aus. 

Eine durchgängige Tempo-30-Zone auf dem Wallring würde nach Meinung der Nutzer wohl kaum zu einem verbesserten Klimaschutz beitragen, wie Facebook-Nutzer Dirk Westhues beispielhaft sagt: 

"Das ist reine Symbolpolitik. Tempo 30 zugunsten der Umwelt auf dem Wallring macht nur Sinn, wenn konsequent auf allen Straßen Deutschlands dieses Tempo eingeführt würde. Wenn dieses nur auf den Wallring beschränkt würde, wäre mal eine Abschätzung der Auswirkung durch Wissenschaftler interessant."

Facebook-Nutzer vermuten eine höhere Belastung

Patrick Voßmöller schließt sich der Meinung an: "Unsinnig. Eine Begrenzung auf 30 würde nur mehr Belastung bringen und ist an der Realität vorbei."

Ebenso Ursula Havermann: "Wenn es nach den Grünen geht, können wir unsere Autos ja auch durch die Stadt schieben. Es werden durch Tempo 30 doch nicht weniger Autos als bei Tempo 50." Frank Albers: "Noch mehr Zeitstehlerei und Gekrieche......tolle Idee....."

Zunehmender Stau auf dem Wallring ist ein Aspekt, den viele Nutzer beklagen. Statt einer Tempo-30-Zone, die nach Meinung vieler Nutzer ein zunehmendes Verkehrsaufkommen begünstigen würde, sprechen sich viele Nutzer für eine bessere Ampelschaltung aus.

Viele Kommentare thematisieren eine optimierte Ampelschaltung 

So etwa Mareike Schüllenbach: "Sinnvolle Ampelschaltung hilft mehr als Tempo 30!! Ständig an roten Ampeln anfahren ist weitaus schlimmer...." Diesem Kommentar schlossen sich etliche User per "Gefällt-Mir-Daumen an. 

Auch Myriam Döhler schließt sich an: "Gestern erst wieder erlebt, wie furchtbar die Ampelschaltung da ist. Da sollte man mal anfangen..."Auch eine mögliche grüne Welle wird in den Kommentaren thematisiert.

"Für Anwohner und Radfahrer wäre Tempo 30 auf dem Wallring sinnvoll"

Die Minderheit, die sich für den Vorschlag der Grünen ausspricht, hat etwa als Anwohner die vermutete geringere Lärmbelästigung im Blick. Fabian Wojak hat eine andere Verkehrsgruppe im Visier: "Finde ich gut... es hilft den Fahrradfahrern."

Einige Facebook-Nutzer treiben es auf die Spitze: "Wie sieht’s mit eine extra Spur für Pferd mit Kutsche aus?", lautet ein Kommentar, dem sich zahlreiche Nutzer per Gefällt-Mir-Daumen anschließen.

Erstmeldung, 19. August:

Was in der Stadt Unna seit Jahren der Fall ist, nämlich den Wallring als Einbahnstraße in nur einer Richtung zu befahren, ist nach einer ähnlichen Forderung der Grünen in Recklinghausen Anfang des Jahres gescheitert.

Jetzt haben die Grünen einen neuen Vorschlag: Sie fordern auf dem Wallring durchgängiges Tempo 30. Der Sinn liegt für den Fraktionsvorsitzenden Holger Freitag auf der Hand:

„Tempo 30 auf dem Wallring bedeutet weniger Lärm und Abgase, kann Bestandteil einer fahrradfreundlichen Umgestaltung des Walls sein und führt darüber hinaus zu einem gleichmäßigeren Verkehr.“

Ampeln auf dem Wallring sorgen für Unmut

Der Grund für die aktuelle Forderung sei im Ist-Zustand des Wallrings zu suchen: Die vielen Ampeln sorgen für ein ständiges Variieren der Geschwindigkeiten. Tempo 50 wechsle sich mit kurzen Tempo-30-Abschnitten ab, als Autofahrer werde man vor jeder Ampel immer wieder ausgebremst.

Dieser zum Teil sehr kleinteilige Wechsel – Anfahren, kurz Beschleunigen und wieder Abbremsen und Anhalten – verhindert nach Beobachtung der Grünen einen gleichmäßigen Verkehrsfluss.

Autoverkehr soll eingedämmt werden

Holger Freitag hat daneben auch den Klimawandel als weiteres Argument in petto: "Wenn der Klimawandel wirklich und ehrlich eingedämmt werden soll, dann muss auch der motorisierte Individualverkehr angegangen werden.“

Nicht nur die Innenstadt, auch die Bäche im Stadtgebiet und die Brandheide leiden unter dem Klimawandel. Viele Bäume verdursten, einige Bäche sind bereits verschwunden.

Info: Was meinen Sie? Ist die Geschwindigkeitsreduzierung auf den Wällen sinnvoll? Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an rzredaktion@medienhaus-bauer.de

Herten wird von einer Bahnstrecke durchteilt, es gibt nur wenige Bahnübergänge. Nun ist einer ohne Ankündigung gesperrt. Nicht nur Autofahrer sind genervt.

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