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Die Kunsthalle verwandelte sich wieder in ein Auktionshaus.

Kunsthalle Recklinghausen

Kunstfans "zocken" für den Weihnachts-Gabentisch

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Schnäppchen in Serie machten die Besucher der Weihnachtskunstversteigerung. Rund 200 Kunstfans lieferten sich hitzige Biet-Duelle in der Kunsthalle. Am Ende floss viel Geld.

Im letzten Jahr kamen Nils Schäfer und Philippos Tsolakidis noch mit ihrem Kunst-Leistungskurs-Lehrer vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium zur Weihnachtsversteigerung. Damals nur als Zuschauer. Am Freitagabend reihten sich die beiden, inzwischen Studenten, wieder in die Bieter-Schar in der Kunsthalle ein. Diesmal jedoch mit einem ganz konkreten Plan – und der ging am Ende auf.

Auch Recklinghäuser Studenten bieten mit

Für 70 Euro ersteigerte das Duo das Bild mit der Nummer 92. Ein Unikat von Josef Langenbrink, ein langjähriges Mitglied im Vestischen Künstlerbund. „Das Beste ist, der war früher mal mein Kunstlehrer“, erzählt Nils Schäfer. 100 Euro sei die Schmerzgrenze gewesen. Um das schmale Studenten-Budget zu schonen, teilten die beiden Strahlemänner nicht nur den Einsatz. Das Bild soll die Hälfte des Jahres beim einen, dann beim anderen hängen.

Werdehausen erzielte Höchstsumme

„Wir sind hier viel zu billig“, wo sind ihre Bieternummern“, stachelte Auktionator Dr. Arno Apel die Menge an. Und natürlich griffen einige Sammler, die auch aus Düsseldorf, Münster und Wuppertal anreisten, wieder tiefer in die Tasche. Das beste Ergebnis unter den 239 Werken erzielte Hans Werdehausen, Gründungsmitglied der Künstlergruppe „junger westen“ und bekannt für seine Wandbilder im Ruhrfestspielhaus: Sein „Figurenbild“ aus dem Jahr 1960 bekam bei 3000 Euro den Zuschlag, sein „Stillleben“ aus dem Jahr 1950 wechselte für 1700 Euro den Besitzer. Für Ansgar Skibas „Sommergarten“ fiel der Hammer bei 950 Euro. Unter den Höchstgeboten waren auch Plastiken: Gereon Krebbers „Kompartimento“ aus 2018 erzielte 1400 Euro, Lena von Goedekes witziger Keramik-Turnschuh kam auf 1100 Euro und Heinrich Brockmeiers Bronze-„Wächter“ auf 1000 Euro. Die Hälfte der Summen geht traditionell an die Künstler, die andere Hälfte an die Veranstalter, Vestischer Künstlerbund, Förderverein für Bildende Kunst und Kunstverein.

Fünfeinhalb Stunde dauerte der Auktions-Marathon. Am Ende konnten Museumsdirektor Dr. Hans-Jürgen Schwalm und Kollegin Kerstin Weber wieder ein Rekordergebnis vermelden: 60.050 Euro wurden erzielt.

Wer Musik mag, sollte das Museum ebenfalls mal besuchen.

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