Mareike Graepel im Homeoffice
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Die freie Journalistin Mareike Graepel arbeitet nun im vierten Jahr im Homeoffice.

Neue Herausforderung

RKI fordert mehr Homeoffice - Mareike Graepel gibt Tipps

  • Alina Meyer
    vonAlina Meyer
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Das Robert-Koch-Institut (RKI) appelliert an die Arbeitgeber, in den Firmen vermehrt Homeoffice zu ermöglichen. Mareike Graepel arbeitet seit vier Jahren auf diese Weise und gibt Tipps.

Die 43-Jährige hat dem Medienhaus Bauer nach langjähriger Festanstellung den Rücken gekehrt und sich selbstständig gemacht. Nun arbeitet sie als freie Journalistin, Autorin, Übersetzerin und als Dozentin für Schreibwerkstätten. Der Großteil ihres beruflichen Lebens findet in ihren heimischen vier Wänden statt.

Ihr erster Tipp für alle, die in diesen Zeiten ebenfalls im Homeoffice arbeiten müssen: „Schaffen Sie sich möglichst einen Raum oder zumindest eine Ecke, in der Sie gut arbeiten können.“ Wichtig sei auch, in eine gute Ausstattung zu investieren. Bei längerer Arbeit vor dem Computer sollte etwa ein ausreichend großer Monitor her. „Ich habe mir damals auch einen hochwertigen Bürostuhl zugelegt, der mir sicherlich schon so einige Rückenprobleme erspart hat. Auf dem harten Küchenstuhl kann man nicht gut arbeiten.“

Feste Arbeitszeiten sind wichtig

Ein weiteres Stichwort seien feste Arbeitszeiten. So solle man sich morgens den Wecker stellen, um pünktlich mit dem Arbeitstag zu beginnen, sagt die Expertin. „Ich handhabe es so, dass ich mich selbst im Homeoffice immer ordentlich anziehe, und zwar so, als müsste ich gleich in eine Nachrichtenkonferenz.“ Um sich klar zu machen, was alles an dem Arbeitstag zu erledigen ist, empfiehlt die Halternerin, die auch einige Jahre in Recklinghausen gelebt hat, To-do-Listen zu schreiben.

Regelmäßige Pausen sind ihr nächster Tipp. Gerade im heimischen Büro sei es zudem wichtig, am Ende des Arbeitstages oder zwischendurch für eine halbe Stunde an die frische Luft zu gehen und auch Sport zu treiben. Ebenso empfiehlt die Journalistin, sich ein Diensthandy anzuschaffen, das man am Abend bestenfalls ausschalten kann. „Das müsste ich selbst auch dringend machen.“

Homeschooling ist eine Herausforderung

Und was mache ich, wenn ich meine Kinder neben meiner Arbeit im Homeoffice im Homeschooling betreuen muss? „Ich bin selbst Mutter zweier Töchter im Schulalter und weiß, dass die Situation für viele Familien gerade sehr belastend ist. Eine gute Lösung habe ich selbst noch nicht gefunden.“ So läuft das Homeschooling in Oer-Erkenschwick.

Hilfreich sei es laut Mareike Graepel, Regeln mit seinen Kindern abzusprechen, wenn diese alt genug sind, und ihnen zu erklären, dass Mama und Papa auch Verpflichtungen haben. „Da darf es dann keine Diskussionen geben.“ Im Hause Graepel mit aktuell vier Personen im Homeoffice sei der Alltag gerade auch alles andere als normal. Einen ausführlichereren Bericht, in dem auch die Stadtverwaltung, das Stiftungsklinikum Proselis und die Sparkasse Recklinghausen als große Arbeitgeber zu Wort kommen, gibt es im E-Paper.

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