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Im Gewerbegebiet Hertener Mark brennen mehrere Lagerhallen, der Rauch zieht auch über Recklinghausen.

Kreis mahnt zur Vorsorge

Großbrand in Herten: Die Auswirkungen sind auch in Recklinghausen zu spüren

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Der Großbrand in einer Lagerhalle in Herten-Süd hat Auswirkungen bis nach Recklinghausen. Es gab Partikelniederschläge, das Landesamt LANUV hat erste Proben bereits untersucht.

  • Bei dem Feuer in Herten wurden Schadstoffe freigesetzt
  • Bürger sollten Hautkontakt mit den Partikeln vermeiden
  • Betroffenes Gebiet reicht von Hochlarmark bis nach Essel
  • Update, 17.31 Uhr:

    Wie Svenja Küchmeister, Sprecherin des Kreises Recklinghausen mitteilt, hat das LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW) Proben genommen und ist zu dem Schluss gekommen, dass nach aktuellem Stand keine Gefährdung davon ausgeht. 

    Grundsätzlich rät der Kreis dennoch zur Vorsorge: Bürger sollten die Partikel nicht mit bloßen Händen anfassen, sondern Handschuhe verwenden. Diese Partikel sollten über den Hausmüll entsorgt werden. Verschmutzte Spiel- und Gartengeräte sollten gut gereinigt werden (dabei ebenfalls Handschuhe verwenden). Und Hundehalter sollten darauf achten, dass ihre Tiere in dem betroffenen Bereich keine Partikel fressen.

    Unsere Erstberichterstattung:

    Der Kreis Recklinghausen hat wegen des Großbrandes in Herten eine Warnung über die App "Nina" veröffentlicht. Auf einer Karte sind die betroffenen Stadtteile, in denen sich die Partikel niederschlagen können, gekennzeichnet.

    Die Karte zeigt die Ausbreitung der potenziell gesundheitsgefährdenden Partikel.

    Das Verbreitungsgebiet umfasst die Stadtteile Hochlarmark, Grullbad, Hillerheide, Ost, Berghausen sowie Teile von Suderwich und Essel. Der Kreis Recklinghausen warnt ausdrücklich vor direktem Hautkontakt mit den Partikeln. Weiterhin sollten die Menschen sich nicht nach draußen begeben und vorsorglich Türen und Fenster geschlossen halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen abschalten.

    Die riesige Rauchwolke, die von dem Großbrand ausging, war am frühen Sonntagmorgen auch von Recklinghausen aus zu sehen. Über Facebook meldet eine Recklinghäuserin: "Bei uns „regnet“ es seit den Morgenstunden verbrannte Styroporreste."

    Nach dem Großbrand in der Kinderwelt in Recklinghausen waren ebenfalls Schadstoffe freigesetzt worden, die sich teilweise sogar noch in Oer-Erkenschwick niedergeschlagen hatten.

    Von der Angst vor der Ausbreitung des Coronavirus ist aktuell auch ein Gymnasium in Recklinghausen betroffen.

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