Rund um die Bebauung des Geländes an der Paulusschule gibt es viele Ideen, aber auch allerlei Kritik.
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Rund um die Bebauung des Geländes an der Paulusschule gibt es viele Ideen, aber auch allerlei Kritik.

Areal soll neu bebaut werden

Bauvorhaben an der Paulusschule: SPD will Verfahren stoppen

  • Jörn Tüffers
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Rund um die Bebauung des Geländes um die Paulusschule ist ein Politikum entflammt. Die SPD spricht sich nun für einen Wettbewerb mit Bürgerbeteiligung aus.

  • Areal um die Paulusschule soll bebaut werden
  • SPD will Verfahren zugunsten eines Wettbewerbs mit Bürgerbeteiligung stoppen
  • SPD und Investor sprechen sich Wohngruppen für Demenzkranke aus

Das Areal um die Paulusschule an der Kemnastraße soll bebaut werden. Das Vorhaben hat eine größere Debatte ausgelöst. Nun gibt es eine neue Wendung: Die SPD will das Verfahren stoppen, damit die Stadtverwaltung einen städtebaulichen Wettbewerb mit Beteiligung der Bürger durchführt. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion für die Sitzung des Rates am Montag, 22. Juni, im Bürgerhaus Süd gestellt. 

An die künftige Gestaltung und Nutzung des knapp 10.000 Quadratmeter großen Geländes zwischen Hertener Straße und Kemnastraße knüpft die SPD Bedingungen, unter anderem den Erhalt des Schulgebäudes, die weitgehende Erhaltung der Bäume und die Berücksichtigung neuer Wohnformen.

Investor möchte Wohngruppen für Demenzkranke bauen

Diese Aspekte entsprechen in wesentlichen Teilen dem Entwurf, für den sich die SPD ausspricht. Bereits im vergangenen Jahr war ein Investor an die Stadt herangetreten: Er möchte auf dem Areal unter anderem Wohngruppen für Demenzkranke bauen.

Am Freitag hatte SPD-Fraktionsvorsitzender Frank Cerny die Sorge geäußert, dass Bürgermeister Christoph Tesche (CDU) die Entscheidung zur Paulusschule von der Tagesordnung nehmen könnte. Denn der von der Verwaltung und von CDU/FDP favorisierte Vorschlag hat keine Aussicht auf eine Mehrheit. Der grüne Koalitionspartner hatte sich vor zwei Wochen aus der Planung verabschiedet, weil er sich von der Stadt übergangen fühlte.

Stadt Recklinghausen spricht sich für massive Bebauung aus

Im Rathaus hatte man sich frühzeitig für einen Entwurf ausgesprochen, der eine recht massive Bebauung vorsieht. Nun scheint Cerny selbst zu fürchten, dass sich die SPD mit ihrem Votum für das Demenz-Wohnprojekt nicht durchsetzen könnte beziehungsweise es ablehnt, dass es mit Stimmen der UBP durchgesetzt wird. Cerny bezeichnet die UBP als „rechtspopulistisch“.

Vor dem Rat (Montag, 17 Uhr) tagt der Ältestenrat. Dort werden die Fraktionsvorsitzenden mit Tesche besprechen, ob heute eine Entscheidung zur geplanten Bebauung an der Paulusschule kommen wird.

An der Breiten Straße ist ein größeres Bauprojekt geplant. Die Immobilie an der Ecke zum August-Strunk-Weg soll zugunsten eines modernen Neubaus abgerissen werden.

An der Herner Straße in Recklinghausen war die Schlachthofbrücke mehr als ein Jahr gesperrt. Seit Freitag (29. Mai) rollt der Verkehr wieder - mit Verspätung, am Ende aber doch schneller als gedacht.

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