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Rechtzeitig zum Muttertag am 10. Mai wird das Besuchsverbot in Altenheimen gelockert.

Pünktlich zum Muttertag

Besuchsverbot in Pflegeheimen wird gelockert - das sind die Bedingungen

Für viele Bewohner in Pflegeheimen in Recklinghausen ist es der Lichtblick: Ab sofort dürfen sie wieder Besuch von Angehörigen empfangen. Allerdings nur eingeschränkt.

  • Landesregierung lockert Besuchsverbote in Heimen 
  • Schutz- und Hygienemaßnahmen müssen eingehalten werden 
  • Besucher sollten Termine mit der Heimleitung vereinbaren

Viele konnten in den vergangenen Wochen nur übers Telefon oder via Skype miteinander sprechen, manchmal konnten sich Heimbewohner und ihre Angehörigen wenigstens am Fenster sehen. Pünktlich zum Muttertag lockert die Landesregierung die Besuchsverbote für stationäre Pflegeheime. Damit alle Schutz- und Hygienemaßnahmen eingehalten werden können und die Einrichtungen nicht "überrannt" werden, sollten die Angehörigen gemäß einer Empfehlung des Städtetages NRW vorab einen Besuchstermin mit den Heimleitungen vereinbaren. 

Besucherzahl in Heimen in Recklinghausen ist beschränkt

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, sehen die Änderungen der Bestimmungen vor, dass ein Heimbewohner pro Tag maximal von zwei Personen besucht werden darf. Auch bettlägerige Menschen können besucht werden. Für solche Fälle ist die Besucherzahl aber auf eine Person beschränkt. "Im städtischen Seniorenzentrum Grullbad wurden Besucherzelte aufgebaut, in denen in halbstündigem Abstand die Besuche stattfinden können. Ähnlich wird in anderen Heimen in der Stadt verfahren", erklärt Sozialdezernent Dr. Sebastian Sanders. Er betont, dass sämtliche Besuche natürlich nur unter Einhaltung strengster Schutz- und Hygienemaßnahmen ablaufen dürfen. Das bedeutet unter anderem: keine körperliche Berührung, Abstand von 1,50 Meter.

Angehörige müssen eigene Kugelschreiber mitbringen

Der Caritasverband, der in Recklinghausen gleich vier Häuser betreibt (St. Hedwig, St. Gertrudis, St. Michael und Reginalda), betont, dass er dazu verpflichtet sei, die Einhaltung der Schutzmaßnahmen durch die Besucher zu kontrollieren. Daher seien Besuche nur nach vorheriger Anmeldung und Abstimmung möglich. Auch müssen alle Gäste ihre persönlichen Daten angeben und bestätigen, dass sie keine Symptome haben, die auf eine Covid-19-Erkrankung hindeuten. Aus hygienischen Gründen müssen alle Besucher eigene Kugelschreiber mitbringen. Die genauen Bestimmungen für die einzelnen Häuser können Angehörige auf der Webseite der Caritas nachlesen. Lediglich im Caritashaus Reginalda müssen Besuche nicht vorher angemeldet werden. Allerdings gibt es hier andere Besuchszeiten: am Muttertag von 10 bis 17 Uhr, ansonsten montags bis freitags von 9.30 bis 11.30 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr sowie samstag, sonntags und feiertags von 14 bis 16.30 Uhr.

Der Tierpark im Stadtgarten hat bereits wieder geöffnet. Die Gastronomen in Recklinghausen dürfen ab Montag, 11. Mai, wieder durchstarten - ein Lokal bleibt jedoch zu. Alle Entwicklungen im Zuge der Corona-Krise in Recklinghausen lesen Sie in unserer Zusammenfassung.

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