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Nicht nur Berlin, auch in Recklinghausen hat es Durchsuchungen bei Anhängern der Hisbollah gegeben.

Razzien in mehreren Städten

Nach Aktivitätsverbot der Hisbollah: Privatwohnung in Recklinghausen durchsucht

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In Recklinghausen hat es am Donnerstag Durchsuchungen bei Anhängern der Hisbollah gegeben. Mehrere Wohnungen seien durchsucht worden.

  • Hisbollah muss Aktivitäten in Recklinghausen einstellen
  • Mehrere Polizisten haben Wohnungen führender Mitglieder durchsucht
  • Auch in Berlin, Münster, Bremen und Dortmund hat es Razzien gegeben

Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat ein Betätigungsverbot für die Hisbollah ausgesprochen. Demnach muss die schiitische Islamisten-Vereinigung ihre Aktivitäten in Deutschland jetzt einstellen. In diesem Zuge hat es am Donnerstag, 30. April, auch in Recklinghausen eine Razzia gegeben, um das Verbot durchzusetzen.

Insgesamt hunderte Polizisten haben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Moscheen und Vereine in mehreren Städten durchsucht, die der Bewegung zugerechnet werden.

Razzia in Wohnungen führender Mitglieder in Recklinghausen

Neben Recklinghausen hat es demnach auch Razzien in der Al-Irschad-Moschee in Berlin, in der Al-Mustafa-Gemeinschaft in Bremen, im Imam Mahdi Zentrum in Münster und in den Vereinsräumen der Gemeinschaft libanesischer Emigranten in Dortmund gegeben.

In allen vier Städten sowie in Recklinghausen wurden die Beamten laut dpa auch in den Wohnungen führender Vereinsmitglieder und bei einem Steuerberater vorstellig. 

"Beim dem durchsuchten Objekt in Recklinghausen handelt es sich um eine Privatwohnung", teilte ein Sprecher des Innenministeriums auf Nachfrage mit. Nähere Angaben seien daher aus Datenschutzgründen nicht möglich. 

15 Durchsuchungen in vier Bundesländern

Insgesamt gab es für die Beamten mindestens 15 Durchsuchungsobjekte in vier Bundesländern. 452 Beamten nahmen bei den Razzien zahlreiche Unterlagen und Computer mit. Scharfe Waffen wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen nicht gefunden.

Die „Hizb Allah“ möchte einen islamischen Gottesstaat nach iranischem Modell errichten und ruft zur gewaltsamen Abschaffung des Staates Israel auf. Das geht aus einer Pressemitteilung des Innenministeriums hervor. 

115 Anhänger in Nordrhein-Westfalen

Demnach sind in Nordrhein-Westfalen 115 Personen als Anhänger und Unterstützer bekannt. „Die ‚Hizb Allah‘ ist klar antisemitisch. Sie stellt das Existenzrecht Israels infrage und ruft dazu auf, den Staat Israel mit Gewalt abzuschaffen. 

Israels Existenzrecht und Sicherheit sind für uns nicht verhandelbar“, sagt Innenminister Herbert Reul. „Die Mitglieder dieser Partei sind nichts anderes als widerwärtige Israel- und Juden-Hasser.“

Mit Informationen der dpa

Anfang Februar hat die Polizei eine weitere Aktion zur Bekämpfung der Clankriminalität durchgeführt und im Kreis Recklinghausen 20 Shisha-Bars und 250 Menschen kontrolliert.

Im Januar gelang der Polizei ein Schlag gegen eine Bande, die Autoteile gestohlen und später in großem Stil gewinnbringend verkauft hat. Auch in Recklinghausen hat es eine Razzia gegeben.

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