Christoph Tesche ist seit 2014 Bürgermeister von Recklinghausen.
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Christoph Tesche ist seit 2014 Bürgermeister von Recklinghausen.

Christoph Tesche im Interview

Corona in Recklinghausen - so beurteilt der Bürgermeister die aktuelle Lage

  • Jörn Tüffers
    vonJörn Tüffers
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166 Recklinghäuser haben sich bislang mit dem Coronavirus infiziert, 159 von ihnen gelten als genesen, vier sind gestorben. Wie beurteilt Bürgermeister Christoph Tesche die Lage?

  • Bürgermeister von Recklinghausen hält Lockdown nach wie vor für richtig 
  • "Es ist meine Grundhaltung, eher vorsichtig zu agieren" 
  • Tesche hält an Investitionen in Höhe von 54 Millionen Euro fest

Die Absage des "Roncalli"-Gastspiels in Recklinghausen im Zuge der Corona-Krise sei ein einschneidendes Erlebnis gewesen, sagt Bürgermeister Christoph Tesche (CDU). Dennoch hält der 58-Jährige den Lockdown grundsätzlich für richtig. "Die Sorgen und die Unwägbarkeiten bezüglich der Ausbreitung des Virus’ haben den Ausschlag gegeben", sagt er im Interview. 

Covid-19 in Recklinghausen: "Wir hatten keine andere Wahl"

Natürlich frage er sich mich mit einigen Wochen Distanz, ob die Verantwortlichen immer richtig gehandelt haben. "Aber ich komme immer wieder zu dem Ergebnis: Wir hatten in den jeweiligen Situationen keine andere Wahl. Natürlich war es schmerzhaft. Aber ich möchte mir nicht ausmalen, was hätte passieren können, wenn wir nicht so konsequent gehandelt hätten und Covid-19 in Recklinghausen massiv ausgebrochen wäre."

Hauptziel müsse sein, Covid-19 in Recklinghausen einzudämmen

Auch mit Blick auf die Öffnung von Kitas und Schulen ist Tesche vorsichtig: "Ich möchte es nicht verantworten wollen, dass angesichts eines zu laschen Umgangs mit Hygiene- und Abstandsregeln eine Infektionskette in einer Kita ausbricht. Daher ist es auch meine Grundhaltung, eher vorsichtig zu agieren. Bei allen berechtigten wirtschaftlichen Sorgen und Existenzängsten muss das Hauptziel sein, Covid-19 einzudämmen."

Recklinghausen droht ein Minus von 14 Millionen Euro in der Stadtkasse

Durch die Corona-Krise droht Recklinghausen ein Minus von 14 Millionen Euro in der Stadtkasse. "Ich sehe keinen Grund, in Panik zu verfallen", sagt Tesche. "Als Erstes hat uns das Land Hilfen in Höhe von 6,7 Millionen Euro zugesagt. Wir reden also über ein Loch von ca. 7 Millionen Euro – bei einem Etat von rund 400 Millionen Euro. Das ist nicht schön, behindert uns aber nicht in unserer Handlungsfähigkeit. Und ich gehe davon aus, dass wir weitere Mittel von Bund und Land erhalten." Darum hält Tesche an Investitionen in Höhe von 54 Millionen Euro fest, die der Rat bereits beschlossen hat.

Das komplette Interview lesen Sie in unserem ePaper.

An mehreren Stellen im Stadtgebiet will die Verwaltung weitere Kreisverkehre errichten. Eine der drei Recklinghäuser Großpfarreien hat einen neuen Pfarrer.

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