Ein besonderes Naturschauspiel kann man derzeit vereinzelt beobachten. Hier hängt ein Bienenschwarm an einem Zaunpfosten.
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Ein besonderes Naturschauspiel kann man derzeit vereinzelt beobachten. Hier hängt ein Bienenschwarm an einem Zaunpfosten.

Fleißige Insekten ziehen um

Bienenschwarm: Der Monat Juli wird Honigbienen zum Verhängnis

  • Alina Meyer
    vonAlina Meyer
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Viele Honigbienen schwärmen in diesen Tagen aus, um sich fortzupflanzen und eine neue Behausung zu suchen. Für die Insekten ist der Umzug alles andere als ein Kinderspiel.

  • Honigbienen schwärmen zwischen Mai und Juli aus, um sich neue Behausung zu suchen
  • Viele Bienen machen Zwischenstopp an Hecken, Bäumen und Sträuchern
  • Zu diesem Zeitpunkt sollte ein Imker kontaktiert werden

Honigbienen seien lausige Immobilienmakler, sagt Paul Bertels, Vorsitzender des Imkervereins Recklinghausen. Eine Eigenschaft, die ihnen zwischen Mai und Anfang Juli oftmals zum Verhängnis wird. 

Denn in dieser Zeit schwärmen die fleißigen Insekten aus ihren Bienenstöcken, um sich fortzupflanzen und eine neue Behausung zu suchen. Während ihres Umzugs legen die Bienen einen Zwischenstopp ein. „Sie bilden dann eine Traube in großer Ansammlung, zum Beispiel an Zaunpfosten, in Bäumen, Sträuchern oder Hecken“, sagt Bertels.

Bienenschwarm in Recklinghausen ist Fall für Imker

„Wir Imker bitten die Bürger, die einen Bienenschwarm sehen, inständig darum, schnell einen Imker zu kontaktieren", so Bertels. Der Grund: Die Honigbienen sind während ihres Umzugs schweren Gewittern und Starkregen ausgeliefert. Viele Bienenvölker würden das nicht überleben, so der Imker.

Hier hängt ein Bienenschwarm in einer Traube in einem Haselnussbaum.

„Dass die Bienen so schlechte Immobilienmakler sind, ist aber eigentlich noch viel fataler“, sagt Bertels. Denn bei der Wahl ihrer neuen Behausung treffen die Tierchen oft die falsche Entscheidung. „Viele Bienen siedeln sich in Rollladenkästen, in Hohlräumen hinter Klinker oder sogar im Kamin anstatt in Baumhöhlen an, die eigentlich für sie geeignet wären“, sagt Bertels. Die Bienen würden nach einiger Zeit elendig sterben.

Für Bienenschwarm in Recklinghausen-Ost kam Rettung zu spät

„Kürzlich wurde mir ein Bienenschwarm in Recklinghausen-Ost gemeldet. Leider kam der Anruf zu spät. Die Bienen hingen schon seit vier Tagen in der Hecke. Als der Imker da war, gab es nur noch 500 Bienen. Der Rest war schon tot.“

Info: Wer einen Bienenschwarm findet, kontaktiert Paul Bertels unter Tel. 0174/4365709 oder Florian Scupin unter Tel. 0151/18543030. Weitere Ansprechpartner gibt es unter www.imkerverein-recklinghausen.de. Einen ausführlicheren Bericht lesen Sie in unserem E-Paper.

Einen weiteren tierischen Einsatz gab es kürzlich in Recklinghausen: Landwirt Lohoff wollte Rinder züchten, doch beim Verladen entwischten ihm drei Tiere. Eins bleibt noch verschwunden.

Innerhalb eines Monats ist die Zahl der gemeldeten Bäume, die von dem Eichenprozessionsspinner befallen sind, sprunghaft gestiegen.

Wer am Straßenrand überfahrenes Wild findet, darf es noch lange nicht mitnehmen. Das Bundesjagdgesetz ist eindeutig.

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