Ein feuchtes Straßenpflaster bei Nacht
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Eingeschränkte Sicht: Nicht überall ist es in Recklinghausen hell und damit auch sicher genug.

Straßenbeleuchtung

Bürgerin aus Recklinghausen fordert mehr Licht am Morgen

  • Ralf Wiethaup
    vonRalf Wiethaup
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Magdalene Schäfer-Verstege findet es morgens viel zu düster an vielen Stellen in Recklinghausen: Das sei gefährlich und müsste nicht so sein. Ihre Forderung lautet: Die Straßenbeleuchtung, die am späten Abend immer heruntergefahren wird, soll morgens um 6 Uhr wieder komplett angeschaltet werden.

Sie denkt dabei nicht zuletzt an Schulkinder auf Fahrrädern: „Da funktioniert die Rad-Beleuchtung ja auch nicht immer so, wie sie sollte. Und da geschieht es ganz schnell, dass man ein Kind übersieht. Das ist mir neulich auch schon wieder passiert.“

Grundsätzlich stammt ihr Gedanke jedoch aus dem vergangenen Winter, und weil sie die Verhältnisse nicht einfach tatenlos hinnehmen wollte, hat sie im Frühjahr 2020 eine Ratspetition gestellt: „Wir verfügen ja über eine Straßenbeleuchtung, die allabendlich zu einer bestimmten Uhrzeit abgesenkt wird. Dagegen spricht ja auch nichts, allein schon aus Gründen der Kosten- und Energieeinsparung ist das völlig okay. Aber: Die Beleuchtung wird am Morgen, wenn Sie ab rund 6 Uhr wieder gebraucht wird, nicht wieder hochgefahren. Das müsste geändert werden.“

Verkehrsausschuss in Recklinghausen abgesagt

Und eigentlich hätten sich der Rat oder anderen Gremien mit der Angelegenheit auch längst beschäftigt, wenn da nicht die Corona-Krise dazwischen gegrätscht wäre. Im Sommer stand die Petition bereits auf der Tagesordnung einer Ratssitzung, doch diese wurde kurzfristig abgesagt.

Seitdem hat Magdalene Schäfer-Vestege nichts mehr gehört, doch ihre Befürchtung, dass die Sache inzwischen vergessen ist, sei unbegründet, wie Rathaussprecher Hermann Böckmann erklärt. Im Dezember hatte sich der Verkehrsausschuss mit der Petition befassen wollen, doch auch dieser sei coronabedingt abgesagt worden: „Deshalb wird die Petition nun im Februar 2021 auf der Tagesordnung der Sitzung des zuständigen Fachausschusses stehen.“

Politik wird empfohlen, Wunsch der Bürgerin zu folgen

Das mag Magdalene Schäfer-Verstege nicht wirklich glücklich stimmen, weil damit schon fast ein weiterer Winter verstrichen ist, aber Böckmann schiebt noch einen wichtigen Satz hinterher: „Die Verwaltung wird der Politik aller Voraussicht nach empfehlen, dem Wunsch der Bürgerin zu folgen.“

Auch eine Autobahnunterführungen werden zu regelrechten Angsträumen. Leser Martin Urbaniak wünscht sich an der unbeleuchteten A 43-Unterführung an der Hochlarmarkstraße mehr Licht.

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