Seit Jahren steht das Kufus-Gebäude an der Castroper Straße in Recklinghausen leer. Wird hier bald Cannabis angebaut?
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Seit Jahren steht das Kufus-Gebäude an der Castroper Straße in Recklinghausen leer. Wird hier bald Cannabis angebaut?

Hochhaus an der Castroper Straße

Fragliche Zukunft: Im Kufus-Gebäude könnte bald Cannabis gezüchtet werden

  • Ralf Wiethaup
    vonRalf Wiethaup
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In Recklinghausen ist die Zukunft des Hochhauses an der Castroper Straße unklar, aber der Besitzer hat so einige Ideen. Cannabis könnte eine Rolle spielen.

  • Kufus-Gebäude an der Castroper Straße in Recklinghausen blickt auf Serie an negativen Nachrichten zurück
  • Stadt ließ Geschäftsführer Kay Gather damals im Stich
  • Gather möchte künftig medizinisches Cannabis züchten
Es ist lange her, dass es von der Immobilie an der Castroper Straße 312 - 314, die alle älteren Recklinghäuser unter dem Namen Kufus-Gebäude kennen, positive Nachrichten gab. 

Ende 2015 bemerkten Passanten, dass von dem nicht mehr genutzten Hochhaus Fassadenteile herunterfielen. Die Stadt Recklinghausen schickte Fußgänger auf die andere Straßenseite. Später dann ließ sie einen Metalltunnel aus Containerteilen errichten. Das ist auch schon wieder zweieinhalb Jahre her, und bis heute hat sich nichts geändert. 

Recklinghausen: Geschäftsführer wollte Wohnungen einrichten

Dabei hatte Kay Gather große Pläne: Der 65-Jährige ist Geschäftsführer der Quellberg-Park-Projekt-Gesellschaft mbH, die nach seinen Angaben Eigentümerin des Kufus-Gebäudes an der Castroper Straße in Recklinghausen ist. Er wollte im Kufus-Gebäude Wohnungen einrichten. Doch die Stadt ließ ihn brüsk vor die Wand laufen.

Das Kufus-Gebäude füge sich laut Stadtverwaltung als Wohngebäude nicht ein, zudem seien die Abstände zur benachbarten Bebauung viel zu gering, hieß es damals. Das erfuhr Gather allerdings erst, nachdem er bereits 35.000 bis 40.000 Euro investiert hatte. 

Medizinisches Cannabis in Recklinghausen

Mittlerweile denkt Kay Gather über andere Nutzungen nach: Medizinisches Cannabis will er dort in zahlreichen sogenannten Reinräumen züchten. Ob das alles so leicht zu realisieren ist („wir könnten 70 bis 80 Arbeitsplätze schaffen“) und ob dann der Bund eine Nutzungsgenehmigung erteilen kann, wie Kay Gather glaubt, ist derzeit allerdings äußerst fraglich. Einen ausführlicheren Bericht lesen Sie in unserem E-Paper.

Rund um die Bebauung des Geländes um die Paulusschule ist ein Politikum entflammt. Die SPD spricht sich nun für einen Wettbewerb mit Bürgerbeteiligung aus.

Bürger können sich bald selbst ein Bild davon machen, was genau auf dem Areal der ehemaligen Trabrennbahn geplant ist.

An der Breiten Straße ist ein größeres Bauprojekt geplant. Die Immobilie an der Ecke zum August-Strunk-Weg soll zugunsten eines modernen Neubaus abgerissen werden.

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