Im Prozess um eine mutmaßliche Vergewaltigung nach einer Disco-Nacht sind weitere Details bekannt geworden.
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Im Prozess um eine mutmaßliche Vergewaltigung nach einer Disco-Nacht sind weitere Details bekannt geworden.

Nächster Prozesstag

Weitere Details zur mutmaßlichen Vergewaltigung nach  Disco-Nacht werden bekannt

Bei einem weiteren Prozesstag sind weitere Details um die mutmaßliche Vergewaltigung einer 20-Jährigen bekannt geworden. Dennoch bleiben viele Fragen offen.

  • Die 20-jährige Gelsenkirchenerin wollte die beiden Männer offenbar zunächst nicht anzeigen.
  • Ihre Mutter habe aufgrund von WhatsApp-Nachrichten geahnt, dass in der Nacht zum 15. Juli 2018 etwas Schlimmes passiert sein musste.
  • Trotz der Äußerungen bleiben Fragen offen.

Demnach habe die 20-jährige Altenpflegerin offenbar große Angst vor dem Angeklagten gehabt, wie sich am Donnerstag (6.2.) vor dem Bochumer Landgericht herausstellte. Deshalb wollte sie nach Angaben ihrer Mutter zunächst keine Anzeige bei der Polizei erstatten.

„Die haben überall ihre Leute, die bringen mich um", soll die Gelsenkirchenerin damals gesagt haben. Schließlich hatte sie den Vorfall aber doch noch zur Anzeige gebracht. 

20-Jährige sei ausgezogen, geschlagen und vergewaltigt worden

Die 20-Jährige gab in einer Zeugenvernehmung an, dass einer der beiden Angeklagten nach einer Disco-Nacht in der Nacht zum 15. Juli 2018 in einer Wohnung in Recklinghausen brutal über sie hergefallen sei. Die Angeklagten hätten sie ausgezogen, geschlagen und eine Zigarette auf ihrem Rücken ausgedrückt. Dann hätten sie die junge Frau vergewaltigt. Ihre Mutter habe am Morgen schon geahnt, dass etwas Schreckliches passiert sein könnte. 

Eine Vorahnung hatte sie aufgrund von WhatsApp-Nachrichten.  „Ich fühle mich dreckig", hieß es etwa darin. Später habe sie ihre aufgelöste Tochter dann völlig erheult in Empfang genommen und eine Brandblase am Rücken entdeckt.

Gelsenkirchenerin leidet unter Angstzuständen

Wie die Mutter mitteilte, leide die junge Altenpflegerin noch bis heute unter den Folgen der angeblichen Tat. Sie habe Angstzustände, müsste sich psychiatrisch behandeln lassen und hat, weil sie rund ein Jahr lang arbeitsunfähig war, ihren Ausbildungsplatz verloren.

Trotz dieser Äußerungen vor Gericht bleiben Zweifel und einige Fragen offen. Warum ist die 20-Jährige nach der Disko-Nacht alleine in der Recklinghäuser Wohnung eines der Angeklagten geblieben, nachdem ihre Freundin gegangen war? Warum hat sie ihre Telefonnummer hinterlassen? 

"Vergewaltigung würde ich das nicht nennen"

Außerdem soll sie einem der Angeklagten nach der geschilderten Nacht eine Freundschaftsanfrage über Facebook geschickt haben. Fraglich ist auch, warum sie ihrer Mutter in einer ersten Reaktion den Satz "Vergewaltigung würde ich das nicht nennen", geschrieben hat. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Jonathan Lökenhoff

Bei einem weiteren Vorfall fuhr ein 28-Jähriger in Marl und Recklinghausen Taxi, ohne zu bezahlen. Jetzt stand er vor dem Schöffengericht in Marl.

Ein 21-jähriger Recklinghäuser soll seine Freundin zum Verkehr gezwungen und sie dabei gefilmt haben. Er selbst sagt, er sei unschuldig.

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