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Etwa zehn Streifenwagen sind am Montagabend zum Neumarkt ausgerückt.

Schlägerei am Neumarkt

Nach Großeinsatz auf dem Neumarkt: Neun Beteiligte identifiziert

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Ein Streit ist in Recklinghausen eskaliert. Die Polizei hat jetzt neun Beteiligte identifiziert. Sie ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Update, 31. Juli:

Zwei Tage nach der Massenschlägerei am Neumarkt hat die Polizei neun beteiligte Personen identifiziert. Sie wohnen alle in Recklinghausen und haben die deutsche, marrokanische und afghanische Staatsangehörigkeit. Laut Polizei habe sich der Streit zwischen zwei Gruppen zugetragen, die schon seit Längerem im Clinch liegen. 

Die Polizei ermittelt gegen die neun Beschuldigten wegen gefährlicher Körperverletzung und spricht sogenannte Betretungsverbote gegen zwei Personen aus. Sie dürfen den Neumarkt die nächsten Wochen nicht mehr betreten. Auch sogenannte Gefährderansprachen hätten stattgefunden, erklärte Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber. Er kündigte eine verstärkte Polizeipräsenz auf dem Neumarkt und den umliegenden Straße an. Und weiter: "Wir greifen konsequent durch und werden solche Vorfälle wie am Montag nicht hinnehmen."

Update, 30. Juli, 11 Uhr: Die Polizei gibt weitere Details zur Schlägerei am Montagabend bekannt. Demnach hätten Anwohner im Bereich der Straße Neumarkt in Recklinghausen-Süd gegen 22.45 Uhr Schussgeräusche gehört und die Polizei informiert.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hätten laut Polizei etwa zehn bis fünfzehn Personen aufeinander eingeschlagen. Als sie die Streifenwagen sahen, versuchten sie zu flüchten.

Die Beamten konnten schließlich vier Beteiligte, einen 17-Jährigen, einen 19-Jährigen und zwei 18-Jährige, alle aus Recklinghausen, festnehmen.

Zwischen zwei Jugendlichen sei es zum Streit gekommen

Erste Ermittlunger der Polizei haben ergeben, dass es zunächst zwischen dem 17-Jährigen und dem 18-Jährigen zu einem Streit gekommen war. Daraufhin seien weitere Personen aus dem näheren räumlichen Umfeld hinzugekommen. Bei der Schlägerei sollen auch Schlagstöcke und Glasflaschen eingesetzt worden sein.

Um sich vor den Angriffen zu erwehren, soll der 17-Jährige eine Gaspistole gezogen und in Richtung des 18-Jährigen geschossen haben. Dieser wurde dabei leicht verletzt. Der 18-Jährige und eine weitere leicht verletzte Person wurden zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Die beteiligen Personen hätten unter Alkoholeinfluss gestanden

Der 17- und der zuvor genannte 19-Jährige wurden vorläufig festgenommen. Zwei weitere mutmaßliche 18-jährige Beteiligte, beide aus Recklinghausen, wurden aufgegriffen und ebenfalls festgenommen.

Nach ersten Hinweisen dürften nahezu alle an der Schlägerei beteiligten Personen unter dem Einfluss von Alkohol gestanden haben, teilt die Polizei mit.

Polizei stelle leere Platzpatronen und Gaspistole sicher

Am Ort der Auseinandersetzung wurden leere Platzpatronen aufgefunden und zusammen mit der vor Ort eingesetzten Gaspistole sichergestellt. Zur Unterstützung der Fahndung nach den Beteiligten der Auseinandersetzung wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Die Polizei ermittelt derzeit, um die Hintergründe und den Ablauf der Schlägerei zu klären.

Erstmeldung:

Eine Schlägerei in Recklinghausen hat einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Ein Beteiligter habe bei dem Streit mehrerer junger Männer am Montagabend auch Schüsse aus einer Gaspistole abgefeuert, teilte die Polizei mit.

Etwa zehn Streifenwagen waren vor Ort, da die Polizei zunächst von einem Schützen mit scharfer Waffe ausgegangen war. Vor Ort konnten drei Beteiligte als Tatverdächtige ermittelt werden. Sie kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus.

Zwei Männer im Alter von 19 Jahren sowie ein 17-Jähriger hatten sich den Angaben zufolge geprügelt. Einer von ihnen feuerte aus der Gaspistole. Wie genau es zu dem Streit kam und wieviele Menschen verwickelt waren, war zunächst unklar.

dpa

Verkommt die Altstadt in Recklinghausen zu einer "Geisterstadt"? Nach dem nächsten angekündigten Leerstand im Palais Vest reagieren Bürger verärgert. 

Auchin Oer-Erkenschwick sorgte eine Schießerei für Aufregung.

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