Ruhrfestspielhaus mit Teich
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Das blaue Rechteck neben dem Ruhrfestspielhaus stellt den neuen Teich dar. Unten steht das Fringe-Zelt der Ruhrfestspiele. Oben verläuft die Cäcilienhöhe.

Regenwasser nutzen

Große Pläne im Stadtgarten: Festspielhaus soll einen Teich bekommen

  • Alexander Spieß
    vonAlexander Spieß
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Wie in einem Suppenteller fließen Wasser und Schlamm nach starken Regenfällen in die tiefer gelegene Altstadt rein. Weil die Kanalisation schnell überfordert ist, komme es oft zu Überschwemmungen. Es gibt Pläne, wie das künftig verhindert werden soll.

Im Stadtgarten will die Verwaltung solchen Überschwemmungen künftig vorbeugen. Der Regen, der über dem Stadtgarten niedergeht, soll versickern und in Teichen und unterirdischen Stauraumkanälen bleiben und nur noch zum Teil und stark gedrosselt Richtung Wallring fließen.

Was sich technisch anhört, soll die Aufenthaltsqualität im Stadtgarten steigern. So ist unter anderem geplant, gleich neben dem Ruhrfestspielhaus einen rechteckigen Teich anzulegen. In das Bassin soll das Regenwasser vom Dach des Kulturtempels fließen. Der Teich ist nach derzeitigem Stand der Planung auf der Südseite des Ruhrfestspielhauses vorgesehen – zum Tierpark hin.

Eine weitere zentrale Rolle im neuen Entwässerungskonzept für den Stadtgarten spielt das Hirschgehege ganz im Osten der Fläche. Hier sollen ebenfalls Teiche und Versickerungsflächen angelegt werden. Die Planer gehen davon aus, dass sich in der Folge im Hirschgehege eine üppige Vegetation entwickelt, die Kohlendioxid bindet und Sauerstoff produziert. 2700 Kubikmeter Wasser ließen sich im Hirschgehege speichern. Das entspricht dem Inhalt von 22.500 durchschnittlichen Badewannen.

Stauraumkanäle soll Wasser speichern

Unter dem parallel zur Cäcilienhöhe verlaufenden Hohlweg des Stadtgartens haben die Planer unterirdische Stauraumkanäle vorgesehen. Dafür solle der Weg um einen bis anderthalb Meter angehoben werden. „Es ist wichtig, dass wir das Wasser möglichst lange in diesen Kanälen halten und es nur langsam abgegeben wird“, erklärte der Berichterstatter des Planungsbüros im Verkehrsausschuss am Montag. Nur so sei es möglich, die Kanalisation bei starkem Regen zu entlasten. Das Wasser des Hohlwegs soll in weitere, terrassenartig angelegte Teiche im östlichen Teil des Stadtgartens fließen.

Wenn das Vorhaben gefördert wird, könnten die Arbeiten im August dieses Jahres starten und im April des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Mehr dazu gibt es am Freitag, 19. März, im ePaper.

Auch an anderen Stellen im Stadtgebiet tut sich künftig was. Ein größeres Bauprojekt soll die Breite Straße aus ihrem Dornröschenschlaf wecken. Sein fünfjähriges Bestehen hat sich Escape-Room-Betreiber Andreas Goedde anders vorgestellt. Statt zu feiern, kündigt er den Mietvertrag. Er plant, einen neuen Escape-Room in der Altstadt zu eröffnen.

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