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Die Maske ist Pflicht: Kundin Leila Akkermann lässt sich von Friseurin Anna Speter bei "Hairfriends" die Haare machen.

Lockerungen in der Corona-Krise

Friseure in Recklinghausen waschen, schneiden, föhnen jetzt beinahe im Akkord

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Endlich wieder zum Friseur! Nach sechs Wochen Zwangspause wegen der Corona-Pandemie durften die Salons in Recklinghausen am Montag erstmals öffnen. Die Nachfrage ist groß. 

  • Friseure und Mitarbeiter müssen sich an Auflagen halten 
  • Termine sind teilweise erst in einigen Wochen möglich 
  • Kunden müssen ihre Daten in Formularen angeben

Vom Land NRW gibt es strenge Auflagen: Augenbrauen- und Wimpernfärben, Augenbrauenzupfen, Kosmetik und Rasieren sind verboten. Saloninhaber müssen Kunden und Beschäftigten mit Symptomen einer Atemwegsinfektion den Zutritt verweigern. Auch müssen sie die Kontaktdaten der Kunden dokumentieren. Das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen sind verpflichtend. Materialien und Geräte sind nach jedem Kunden zu reinigen.

Telefone der Friseure in Recklinghausen klingeln pausenlos

Bei "Hairfriends" an der Großen Geldstraße in Recklinghausen dürfen maximal zwei Kunden gleichzeitig vor der Spiegelwand sitzen, der dritte Platz in der Mitte muss freigehalten werden. "Ich bin glücklich, dass ich sofort einen Termin bekommen habe", sagt Waltraut Hoffstadt aus Speckhorn. Waschen, Schneiden, Strähnchen und Föhnen stehen bei ihr an. Inhaberin Petra Egeling weiß, wie glücklich die Kunden sind. Sie selbst eilt wieder ans Telefon, das pausenlos klingelt. 

Auch bei "Strubbelpeter" an der Schulstraße ist der Ansturm riesig. Chefin Brigitte Maurer kann sich über mangelnde Aufträge wahrlich nicht beklagen. Der früheste Termin, den sie anbieten kann, ist in drei Wochen – am 22. Mai. "Als die Nachricht kam, dass wir öffnen dürfen, sind bei uns die Leitungen zusammengebrochen", berichtet auch Andreas Reetz von "Mod's Hair" am Kurfürstenwall. 

Haareschneiden nur mit Atemschutzmaske möglich

Wer derzeit einen Salon besucht, muss seine Daten auf einem Formular vermerken. Dieses Dokument wird drei Wochen aufgehoben. "Wir haben das Schriftstück von der Innung bekommen und wurden super ausgestattet", sagt Andreas Reetz. Dieses Papier muss auch Philipp Sievers ausfüllen. Zehn Wochen sind seit seinem letzten Friseurbesuch vergangen. Friseurin Jill Gaveglia kürzt seine Haare um gut zwei bis drei Zentimeter. Über das Haareschneiden mit Atemschutzmaske sagt Philipp Sievers: "Man gewöhnt sich daran. Das ist schon Normalität geworden."

Alle Entwicklungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise in Recklinghausen lesen Sie in unserem Ticker.

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