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Die Geburt im Kreißsaal, hier bei einem Tag der offenen Tür, darf der werdende Vater noch miterleben. Danach muss er seine Familie vorerst verlassen. Zu sehen sind (v.l.): Jana Kawe, Dr. Matthias Losch, Anna Klyk-Jankowski und Yvonne Gröpper.

Gynäkologen des Prosper-Hospitals klären auf

Besuchsverbot für die Väter: So laufen Geburten in Zeiten des Coronavirus ab

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Das Prosper-Hospital hat klare Regeln für Geburten im Krankenhaus aufgestellt. Besuche darf die frischgebackene Mutter nicht empfangen, auch nicht die des Partners.

  • Geburten im Prosper-Hospital finden in diesen Zeiten unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt
  • Mütter dürfen nach der Geburt keinen Besuch empfangen
  • Prosper-Hospital orientiert sich an der Richtlinie des Gesundheitsministeriums

Grund für das Besuchsverbot sind die empfohlenen Schutzmaßnahmen des Robert-Koch-Instituts sowie die Richtlinien des NRW-Gesundheitsministeriums, an die sich das Prosper-Hospital in Absprache mit der Geburtsklinik in Datteln hält.

Um den Schutz der jungen Familie und des Krankenhauspersonals während und nach der Geburt weiterhin zu gewährleisten, hat das Prosper-Hospital vor Kurzem eine Besuchssperre verhängt. Demnach dürfen auch Frauen, die gerade ein Kind zur Welt gebracht haben, keinen Besuch auf der Wochenstation empfangen - nicht einmal den des eigenen Partners.

Werdende Eltern in Recklinghausen werden konfrontiert

„Wir möchten, dass so wenig Kontakt wie möglich stattfindet und nur so können wir dies gewährleisten“, sagt Oberärztin Dr. Diane Günther für den Bereich Geburtshilfe im Prosper-Hospital in Recklinghausen. Sie würde alle werdenden Eltern mit dieser Regelung konfrontieren und Verständnis ernten.

Konkret bedeutet das, dass der werdende Vater die Geburt im Kreißsaal begleiten darf. „Nach der Entbindung wird die Frau etwa zwei Stunden im Kreißsaal überwacht. Das ist die Zeit, in der der Vater ebenfalls noch anwesend sein darf. Wenn es ruhig ist, können wir diese Zeit auch mal etwas ausdehnen. Danach muss er sich allerdings trennen“, so die Oberärztin Dr. Günther. Die erste Kennlernphase mit dem eigenen Kind muss aufgeschoben werden.

Übertragung von Mutter auf Ungeborenes ist unklar

Ob eine mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierte Mutter die Erkrankung auf ihr ungeborenes Kind übertragen könnte, ist bislang noch unklar. Es gebe noch keine aussagekräftigen Daten. Dennoch ist auch das Prosper-Hospital im Falle gewappnet und hat einen speziellen Kreißsaal eingerichtet. Die Oberärztin Dr. Günther weist darauf hin, dass jede Schwangere bei Bedenken aller Art weiterhin anrufen könne. Die Sprechstunden laufen weiterhin wie gehabt.

Wie eine schwangere Recklinghäuserin zu dem Besuchsverbot im Krankenhaus steht, lesen Sie in einem ausführlicheren Bericht in unserem E-Paper.

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