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Bei dem Brand in der "Kinderwelt" stieg nicht nur dichter Qualm auf, große Rußpartikel wurden auch kilometerweit durch die Luft gewirbelt.

Nach dem Feuer in der "Kinderwelt"

Analyse-Ergebnisse liegen vor: Stadt hebt Spielplatz-Sperre wieder auf

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Die Messergebnisse des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz nach dem "Kinderwelt"-Brand haben keine Auffälligkeiten ergeben. Die Stadt hebt eine Spielplatz-Sperre auf. 

Update (30.08.), 14.05 Uhr:

Der Spielplatz an der Theodor-Körner-Straße liegt schräg gegenüber der "Kinderwelt". Weil nach dem Brand dicke Qualmwolken über die Anlage gezogen und Rußpartikel auf dem Boden gelandet waren, hatte die Stadtverwaltung den Spielplatz aus Sicherheitsgründen umgehend geschlossen. Da die Analyse-Ergebnisse des LANUV keine Auffälligkeiten ergeben hätten und keine Schadstoffe nachgewiesen worden seien, ist der Spielplatz wieder freigegeben. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wurden die Anlage und auch die Spielgeräte gereinigt, zudem sei der Rasen gemäht worden.

Polizei Recklinghausen berichtet von "enormem Zerstörungsgrad"

Unterdessen haben die Brandexperten der Kripo ihre erste Einschätzung, dass das Feuer in der "Kinderwelt" durch einen technischen Defekt ausgelöst wurde, bestätigt. Eine neuerliche Untersuchung habe keine anderen Erkenntnisse zu Tage gebracht, erklärt Polizeisprecher Michael Franz. "Mehr wird sich vor Ort auch wohl nicht mehr ergeben, der Zerstörungsgrad ist einfach enorm."

Die bisherige Berichterstattung:

Grundsätzlich habe das LANUV Entwarnung gegeben, teilt Svenja Küchmeister, Sprecherin der Kreisverwaltung, mit. So seien die Empfehlungen hinsichtlich des Verzehrs von Obst und Gemüse aufgehoben worden. "Die Messergebnisse zeigen, dass die Zusatzbelastung durch die Rauchgase und brandbedingte Partikel, bezogen auf die untersuchten Schadstoffe, sehr gering und daher unbedenklich ist", heißt es im Untersuchungsbericht. 

LANUV sammelt Rußpartikel in Recklinghausen und Oer-Erkenschwick ein

Nachdem die Feuerwehr unmittelbar nach dem Brand Luftmessungen angestellt hatte, führte das LANUV an mehreren Stellen in Recklinghausen und Oer-Erkenschwick sogenannte Wischproben durch, um Ablagerungen untersuchen zu können. Zudem, so Küchmeister, hätten die Behördenmitarbeiter größere Rußpartikel eingesammelt, auf die sie von Bürgern, insbesondere Gartenbesitzern, aufmerksam gemacht wurden.

Rußpartikel nicht mit bloßen Händen anfassen und über die Mülltonne entsorgen

Zunächst hatte die Behörde dazu geraten, Obst und Gemüse aus dem Garten nur gründlich gereinigt bzw. geschält zu essen. Auf Blattsalat, Kohl, Himbeeren und Brombeeren aus eigenem Anbau sollte vorsichtshalber verzichtet werden. Weiterhin rät das LANUV dazu, Flächen und Gegenstände, die mit Ruß und/oder Partikeln in Kontakt geraten sind, gründlich zu reinigen. Gefundene Partikel, die mit dem Brand in der "Kinderwelt" in Verbindung stehen können, sollten mit Handschuhe angefasst und über die Restmülltonne entsorgt werden.

Zuletzt hatte eine Oer-Erkenschwickerin handtellergroße Rußpartikel im Garten gefunden. 

Die Feuerwehr Herten ist am Freitag (30.8.) nach Herten-Süd ausgerückt. Dort ist in einer 1000 Quadratmeter großen Lagerhalle ein Feuer ausgebrochen.

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