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Rund 100 Menschen demonstrierten am Freitagabend auf dem Altstadtmarkt gegen Altersarmut. 

Umstrittene Mahnwache

Gegen Altersarmut: 100 Teilnehmer versammeln sich auf dem Altstadtmarkt

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Es waren mehr Leute als erwartet, die am Freitagabend auf dem Altstadtmarkt ein Zeichen gegen Altersarmut setzen wollten. Von einer rechten Unterwanderung der Initiative war nichts zu sehen.

Organisator Peter Gerwinat hatte mit 50 Teilnehmern gerechnet. Am Ende waren es doppelt so viele. Mit Kerzen und Heißgetränken nahmen sie an der als "Mahnwache" deklarierten Veranstaltung teil. Vergleichsweise still war der Protest. Ohne Fahnen und Sprechchöre. 

Die zumeist älteren Anwesenden diskutierten über die Höhe ihrer Rente, die sie entweder schon jetzt oder in absehbarer Zeit beziehen. Und das mit zumeist gemischten Gefühlen. "Früher hat man sich auf die Rente gefreut, heute hat man eher Angst davor", meinte Elke Eschweiler, die sich aus Herten in die Recklinghäuser Altstadt aufgemacht hatte. Sie selbst halte sich mit drei Jobs über Wasser.

Mahnwache in Recklinghausen: Fridays gegen Altersarmut | cityInfo.TV

Mahnwache in Recklinghausen: Fridays gegen Altersarmut | cityInfo.TV

Auch Beamte sollen einzahlen

Ein Ende von Hartz IV und ein Rentensystem, in das auch Beamte und Selbstständige einzahlen - das sind die zentralen Forderungen der Initiative "Fridays gegen Altersarmut". Für Peter Gerwinat sind dies Positionen aus dem linken bis grünen Lager. Dennoch hatten auch rechte Gruppierungen zur Teilnahme an der Mahnwache in Recklinghausen aufgerufen. Die Mahnwache verlief friedlich. Die Polizei rechnete die Teilnehmer dem "bürgerlichen Lager" zu.

Kritik von den Grünen

Die Grünen kritisierten das Festhalten am bundesweiten Aktionstag, da die Initiative bundesweit insgesamt klar von rechter Seite unterwandert sei. Auch die Linke zeigte auf dem Altstadtmarkt mit einem Stand Flagge - wenn auch ohne Fahnen.   

In Castrop nahmen an einer Mahnwache von "Fridays gegen Altersarmut" laut Polizei in der Spitze bis zu 50 Menschen teil, in Bottrop waren es 25.

Hunderte Umweltaktivisten protestierten in Datteln gegen die Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks Datteln IV.  

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