Müllfrevel haben diese Autoreifen 2019 illegal an der Vinckestraße abgeladen.
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Müllfrevel haben diese Autoreifen 2019 illegal an der Vinckestraße abgeladen.

Zuletzt 545 unzulässige Entsorgungen 

So will die Stadt gegen illegale Müllkippen vorgehen

  • Jörn Tüffers
    vonJörn Tüffers
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Müllfreveln geht es an den Kragen: Die Stadt möchte gegen die hohe Zahl an illegal entsorgtem Müll vorgehen.

  • Stadt möchte Mülldetektive einsetzen, die gegen illegale Mülldeponien und deren Verursachern vorgehen.
  • Den Müllfreveln droht eine hohe Bußgeldzahlung.
  • 2019 gab es 545 illegale Müllkippen. Den Höchstwert gab es vor zwei Jahren.

Sogenannte Mülldetektive sollen künftig helfen, die illegalen Mülldeponien im Stadtgebiet einzudämmen. Ordnungsamt und die Kommunalen Servicegebiete (KSR) wollen bald einen konkreten Vorschlag vorlegen, sagte eine Stadtsprecherin.

Zum Hintergrund: Die Zahl der illegal entsorgten Müllkippen ist nach wie vor hoch. Im vergangenen Jahr gab es 545 illegale Entsorgungen. Das war im Vergleich zu 2018 ein Rückgang von 1,65 Prozent.

Müll vor Glascontainern ist um 68 Prozent gestiegen

Grund zur Sorge sei allerdings die Zunahme der Müllanlagerungen an Glascontainerstandorten. Hier gab es laut Stadt eine Zunahme von 68 Prozent im Vergleich zu 2018. Sie registrierte 3222 Fälle.

Zuletzt konnten 19 mögliche Verursacher ausfindig gemacht werden. Die Verfahren wurde an den Kreis weitergegeben und laufen zum Teil noch. In den meisten Fällen geht es um Bußgeldzahlungen, die bei etwa 100 Euro beginnen und in besonders schweren Fällen bis zu einer Geldstrafe von 50.000 führen können.

Rekordwert liegt bei 554 illegalen Müllkippen

Vor vier Jahren ist die illegale Müll-Entsorgung in Recklinghausen rasant angestiegen. Waren es im Jahr zuvor 251 Fälle, so waren es 2016 bereits 336. 2017 zählte die Stadt 463 wilde Müllkippen. Einen Rekordwert gab es vor zwei Jahren mit 554 Vorfällen.

An Neujahr gab es in Oer-Erkenschwick eine Müll-Flut durch Feuerwerkreste. Doch niemand will es verursacht haben.

Raffinerie-Rückstände vom Mineralölkonzerns Shell landeten kürzlich in insgesamt 20 Industrieanlagen. Auch der Kreis Recklinghausen ist betroffen.

Seit dem 1. Januar gibt es zu jedem Brötchen einen Bon obendrauf. So denken die Marler Händler über die Bonpflicht.

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