Im Hella-Werk in Süd wird Hightech-Elektronik produziert.
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Im Hella-Werk in Süd wird Hightech-Elektronik produziert.

Unternehmen steckt in der Krise

Gehen Arbeitsplätze bei Hella in Recklinghausen verloren? Firmensprecher äußert sich

  • vonJoachim Schmidt
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Der Automobil-Zulieferer Hella, der auch in Recklinghausen einen großen Standort hat, steckt in Schwierigkeiten. Er kündigt Stellenkürzungen an.

  • Industrieller Arbeitgeber in Recklinghausen steckt in der Krise
  • Unternehmen kündigt Stellenkürzungen ein
  • Bereits 5400 Stellen im Ausland eingespart

Update, 30. Juli: Gute Nachrichten für Recklinghausen: Der Hella-Konzern plant trotz der schweren Krise der Automobilbranche keine gravierenden Einschnitte in seinem Werk 5 in König-Ludwig. Dies teilte Unternehmenssprecher Markus Richter auf Nachfrage mit.

Der geplante Personalabbau von mehr als 900 Stellen bei der Hella KG in Deutschland treffe die gut 700 Mitarbeiter in Recklinghausen nicht unmittelbar. Allenfalls „kleinere sozial verträgliche Personalmaßnahmen“ wie etwa ein Altersteilzeit-Programm seien „auch in Recklinghausen nicht ausgeschlossen“.

Dennoch sei der Standort wie alle anderen Standorte im globalen Hella-Netzwerk – angehalten, seine Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich zu steigern, so der Unternehmenssprecher. Die Auslastung des Werks liege – trotz der Auto-Absatzkrise – „aktuell zwischen 70 und 80 Prozent“.

Erstmeldung, 29. Juli: Rund 800 Arbeitsplätze gehören zum Hella-Werk an der Berghäuser Straße in König-Ludwig. Damit ist der Automobil-Zulieferer der größte industrielle Arbeitgeber in Recklinghausen - und dieser steckt gerade in der Krise.

Von der Corona-Krise getroffen, muss die Hella KG nun verstärkt sparen und kündigt in einer E-Mail an unsere Redaktion Stellenkürzungen an. Demnach will die Hella KG 900 Arbeitsplätze am Firmensitz in Lippstadt streichen. Auch bei Runners Point in Recklinghausen stehen viele Arbeitsolätze auf der Kippe.

Gewinn von Automobil-Zulieferer Hella halbiert

Der Gewinn habe sich mit 233 Millionen Euro mehr als halbiert. Zudem erwarte Hella keine schnelle Erholung der Branche, keine steigenden Pkw-Absatzzahlen. Auch langfristig befürchte das Unternehmen darum „eine geringere Auslastung des Hella-Produktionsnetzwerks“ als vor der Corona-Krise. 

An seinen ausländischen Standorten habe das Unternehmen bereits 5400 Arbeitsplätze eingespart. Nun richtet sich der Blick auf Deutschland: Hier plant Hella nach eigenen Angaben „Strukturmaßnahmen“, die jährlich 140 Millionen Euro einsparen sollen.

Arbeitsplätze in Recklinghausen könnten betroffen sein

Ob davon auch Arbeitsplätze in Recklinghausen betroffen sind, ließ das weltweit 36.000 Mitarbeiter starke Unternehmen am Dienstag auch auf Nachfrage offen. 

Im Hella-Produktionsnetz ist das Werk 5 in der Südstadt nur einer von 125 Standorten in 35 Ländern. Der Weltkonzern gilt bei der Lichttechnik und vielen Elektronik-Bauteilen als führend. Im Werk in Süd wird auch Hightech-Elektronik produziert wie etwa LED-Steuerungstechnik.

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