Neue Laptops und Tablets wird es für 1825 Schüler in Recklinghausen geben. (Symbolbild)
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Neue Laptops und Tablets wird es für 1825 Schüler in Recklinghausen geben. (Symbolbild)

Schub für die Digitalisierung

Schnelles Internet kommt: So sieht der Zeitplan für die einzelnen Schulen aus

  • Tina Brambrink
    vonTina Brambrink
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Auch Recklinghausen profitiert von der digitalen Schul-Offensive des Landes. Neue Laptops und Tablets sollen kommen, vor allem für bedürftige Schüler.

  • 1825 Schüler sollen mit mobilen Endgeräten versorgt werden
  • Insgesamt stehen der stadt 6,2 Millionen Euro Landesmittel für die Digitalisierung zur Verfügung
  • Die Stadt muss wahrscheinlich die laufenden Kosten tragen

Update, 30. September: An der Otto-Burrmeister-Realschule wird schon gebuddelt, um das digitale Zeitalter einziehen zu lassen. Die Realschule ist nur die erste von 29 Schulen an 36 Standorten im Stadtgebiet, die jetzt technisch aufgerüstet werden. Je nach Schule kann es aber noch ein bis zwei Jahre dauern, bis die schnelle Internet-Verbindung da ist (siehe Info).

Zwar investiert die Stadt bis 2022 mehr als sechs Millionen Euro in neue Kabel und Server-Technik, aber die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet ist anspruchsvoll. Denn alle Städte müssen gleichzeitig aktiv werden und die Fachfirmen sind nach Angaben der Stadt ausgebucht.

Die neuen Breitbandverbindungen sollen laut Stadtsprecher Hermann Böckmann mindestens 30 MB/sek an Internetvolumen in jeden Klassenraum transportieren können – gegenüber dem jetzigen Mindeststandard fast eine Verdoppelung. Möglich wird der Stadt dieser Ausbau durch den „Digitalpakt“ des Landes.

Der digitale Ausbau-Plan:

Bis Ende des Jahres fertig: Otto Burrmeister-Realschule, Wolfgang-Borchert- und Käthe-Kollwitz-Gesamtschule. Voraussichtlich im Frühjahr 2021 fertig: Marie-Curie-Gymnasium und Petrinum, die Grundschulen Kohlkamp, Astrid-Lindgren-, Anne-Frank- und Anton-Wiggermann-Schule sowie Marien-, Liebfrauen- und Fährmannschule. Voraussichtlich bis Ende 2021 fertig: Bernhard-Overberg-Realschule, Freiherr-vom-Stein-, Hittorf- und Theodor-Heuss-Gymnasium sowie die Gebrüder-Grimm- und Ortlohschule, die Grundschulen Hillerheide, Bochumer Straße, Im Reitwinkel. Letzte Ausbaustufe bis Ende 2022: Dietrich-Bonhoeffer-Realschule, Hauptschule Wasserbank, Albert-Schweitzer-Schule, Gudrun-Pausewang-Schule, Gesamtschule Suderwich sowie die Grundschulen Hochlarmark, Hohenzollern, Im Hinsberg und Im Romberg.

Erstmeldung, 31. August: Es liegt wohl nicht zuletzt an der Corona-Pandemie, dass Bewegung kommt in die Digitalisierung der Recklinghäuser Schulen. Denn wenn die Infektionszahlen weiter steigen, dürften bald viele Schüler wieder in das sogenannte Homeschooling geschickt werden. Das benachteiligt vor allem Schüler aus ärmeren Haushalten. Ihnen stehen oft die nötigen Laptops oder Tablets nicht zur Verfügung. Diese Schülergruppe soll in erster Linie mit den neuen Geräten ausgestattet werden.

Lieferung nicht vor Jahresende

„912.605 Euro stehen zur Verfügung, um in einem ersten Schritt 1825 Mädchen und Jungen mit mobilen Endgeräten zu versorgen“, erklärt Klaus Herrmann, stellvertretender Fachbereichsleiter Bildung auf Nachfrage. Weitere 546.000 Euro sind für die Ausstattung von 1092 Lehrern eingeplant. Derzeit gibt es allerdings Lieferengpässe, so dass die Geräte vermutlich nicht vor dem Jahresende bei Schülern und lehrern ankommen dürften.

Stadt Recklinghausen will eventuell nachlegen

Sollte das Distanzlernen wegen weiter steigender Infektionszahlen zu Regelfall werden, will die Stadt Recklinghausen weitere Rechner für den Heimgebrauch aus eigenen Mitteln anschaffen. Die Stadt wird wohl auch für die laufenden Kosten wie den Support für die Laptops und Tablets aufkommen müssen. Für die bislang geplanten Geräte ergebe sich eine Summe von 500.000 Euro jährlich.

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