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Zahlreiche Bäume sind entlang der Trasse gefällt worden.

Vielzahl an Bäumen abgeholzt

Geplante Gastrasse: Thyssengas gibt deutlich erhöhte Baumfällung zu

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60 Bäume sollten nach Angaben von Thyssengas gefällt werden. Jetzt gibt der Betreiber zu, dass diese Zahl nicht stimmte.

  • Thyssengas gibt deutlich erhöhte Fällung von Bäumen aufgrund der geplanten Gasleitung zu.
  • Er habe nur die 60 freistehenden Bäume gemeint, die weichen müssen.
  • Eine genaue Anzahl der zu fällenden Bäume auf dem Abschnitt zwischen Datteln und Herne lässt sich nicht beziffern.

Viele Leser konnten die genannte Zahl der zu fällenden Bäume, die aufgrund einer geplanten Gastrasse abgeholzt werden müssen, von Thyssengas-Sprecher Henrik Schultz-Brunn nicht nachvollziehen. „Kann es sein, dass sie eine Null vergessen haben?“, fragte etwa eine Leserin. „Ein ganzer Streifen Wald fehlt“, schrieb eine andere. 

Berge von gefällten Bäumen waren allein an der Salentintraße in Hochlarmark zu sehen und auch am Rodelberg wurden massenhaft Bäume gefällt.

60 Bäume sollten entlang der Gastrasse gefällt werden

Der Thyssengas-Sprecher hat kürzlich von 60 Bäumen gesprochen, die aufgrund einer geplanten Glasleitung, die von Datteln nach Herne führen soll, gefällt werden müssen.

Jetzt rudert der Sprecher zurück. Er könne die zahlreichen Zuschriften verstehen, die auch das Unternehmen erhalten habe. Tatsächlich müssten deutlich mehr Bäume gefällt werden. Gemeint habe er „60 freistehende Einzelbäume“, die weichen müssen. Forstbestände seien dagegen in dieser Zahl gar nicht erfasst gewesen. Vor lauter Bäumen hat Thyssengas also den Wald nicht mitgezählt.

Anzahl der Baumfällungen lässt sich nicht kalkulieren

„Diese Zahl so zu kommunizieren war im Nachhinein unglücklich.“ Wie viele Bäume nun insgesamt gefällt worden seien, könne er nicht beziffern. „Diese Zahl gibt es nicht“, sagt der Sprecher. Zudem seien beim Freischnitt auch viele Sträucher und entlang der L511 am Rodelberg "keine besonders hochwertigen" Bäume gewesen, die gefällt wurden.

30-Meter-Streifen am Rodelberg freigeschnitten - das ist der Hintergrund

Am Rodelberg ist ein 30 Meter langer Streifen freigeschnitten worden.
Am Rodelberg ist ein 30 Meter langer Streifen freigeschnitten worden.  © Oliver Kleine

Auch auf der A2 wird derzeit gebaut und zwar eine neue Lärmschutzwand. Verkehrsprobleme werden nicht erwartet.

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