Neue Schule, neuer Corona-Ärger: An der Liebfrauenschule ließ das DRK am Freitag auf sich warten.
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Neue Schule, neuer Corona-Ärger: An der Liebfrauenschule ließ das DRK am Freitag auf sich warten.

Coronafälle steigen

Gesundheitsamt schlägt Alarm: Massentests an Schulen überrollen die Behörde

  • vonJoachim Schmidt
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  • Alina Meyer
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Nach einem neuen Coronafall an der Liebfrauenschule müssen 43 Schüler in Quarantäne. Das Kreisgesundheitsamt sieht sich angesichts der aktuellen Lage „überrollt".

Ein weiteres Mal muss der ohnehin mit Maske und Abstandsregelungen ungewohnte Schulalltag unterbrochen werden. An der Liebfrauengrundschule in Ost gibt es einen positiven Corona-Fall. 43 Schüler müssen in Quarantäne. Auch in Herten gab es kürzlich einen Massentest an einer Gesamtschule. Im Gesundheitsamt sei man „überrollt von den Massen mobiler Tests an Schulen und Kindergärten“. Seit Ferienende seien ständig 20 Schulen und Kitas im Kreis betroffen. Das habe man so nicht kommen sehen.

100 Mitarbeiter zur Kontaktverfolgung im April

Das Amt brauche nun dringend „mehr Personal, um der Sache Herr zu werden“. So habe man im April bei 1700 mobilen Tests noch rund 100 Mitarbeiter zur Kontaktverfolgung und Weitergabe von Test-Ergebnissen gehabt. Als dann im Juni und Juli die Corona-Zahlen zurückgingen, wurden auch die Mitarbeiter reduziert.

Jetzt sei nur noch die Hälfte da, aber die Arbeit habe sich plötzlich mehr als verdoppelt: Da ist einerseits die schiere Zahl von mehr als 3000 Test im Monat – und die Kontaktverfolgung. „Wir hatten im April, als alle noch zu Hause blieben, bei jedem Fall nur eine handvoll Kontaktpersonen. Jetzt sind die Listen manchmal mehr als 100 Personen lang.“

Eltern beklagen Informationslage

Sechs Elternpaare der wegen Corona geschlossenen Kita St. Antonius klagen über zu wenige und zu späte Informationen: Die Kita soll am Montag wieder öffnen, doch auch neun Tage nach den Tests hätten nicht alle Eltern die Testergebnisse ihrer Kinder mitgeteilt bekommen, klagt eine der Mütter. Nachfragen beim Amt oder beim DRK seien auch nach einer Woche nicht erwünscht gewesen: „Es wurde nur darauf hingewiesen, dass man durch Anrufe nur die Arbeit behindert.“

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