Christian Thomalla sitzt am Gartentisch und zeigt auf die Staubpartikel.
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Insbesondere in der Nacht weht der Südsüdwestwind gräuliche Partikel auf Christian Thomallas Gartentisch.

Wohnsiedlung in Stuckenbusch

Ascheregen im Garten gibt Bewohner Rätsel auf

  • Alina Meyer
    vonAlina Meyer
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Seit März sammeln sich auf dem Gartentisch der Familie Thomalla immer wieder graue Partikel an. Woher sie stammen, ist rätselhaft.

Doch der Reihe nach: Im März, als Christian Thomalla nach dem Winter erstmals wieder im Garten saß, sind ihm gräuliche Krümel auf dem Tisch aufgefallen. Er wurde abgewischt und die Sache abgetan. Doch am nächsten Tag und auch an den darauffolgenden Wochen und Monaten seien die Krümel immer wieder da gewesen“, berichtet der 64-Jährige. „Und das bis heute.“

Pensionierter Pharmazeut aus Recklinghausen tippt auf Asche

Worum es sich dabei handelt, ist bislang noch unklar. Der pensionierte Pharmazeut tippt auf Asche. „Die frischen sind sehr leicht und feucht wie Lehm oder granulierte Asche. Man kann sie zwischen den Fingern zerreiben. Einmal bin ich von einem solchen Partikel an der Stirn getroffen worden und er ist zersplittert. Es ist definitiv Asche.“

Die Entdeckung sei rein zufällig gewesen. „Hätte unser Tisch eine andere Oberfläche gehabt, wäre uns der Staub nie aufgefallen.“ Er würde nachts herübergeweht, wenn der Wind wie gewohnt aus Südsüdwest kommt, so Thomalla. Er bittet nun andere Anwohner darum, die Augen nach ähnlichen Partikeln offenzuhalten. Weitere Betroffene können sich gerne in der Redaktion melden unter rzredaktion@medienhaus-bauer.de

So sehen die grauen Partikel aus, die sich regelmäßig auf dem Gartentisch ansammeln.

Kürzlich informierte Christian Thomalla den Kreis Recklinghausen. Doch das Fazit einer Mitarbeiterin, die den Staub vor Ort begutachtete, fiel nüchtern aus: Der Kreis werde keine weiteren Untersuchungen veranlassen. „Der Staub kann nicht von Ihnen eingeatmet werden, weil die Partikel zu grob sind. Die Mengengrenzwerte werden ebenfalls nicht erreicht“, heißt es in einer Mail.

Kreis Recklinghausen: „Staub ist unbedenklich.“

Der Anwohner ist empört: „Die Mitarbeiterin hat die Krümel lediglich in Augenschein genommen. Wie kann man anhand dessen entscheiden, dass Grenzwerte nicht erreicht werden?“ Laut Kreissprecher Jochem Manz lägen die Grenzwerte so hoch, dass eine augenscheinliche Begutachtung zur Schätzung ausreichen würde.

Er bedauere, dass der Kreis die Ursache nicht ausfindig machen könnte. Dennoch bräuchte sich der Anwohner keine Sorgen zu machen. Der Staub sei aufgrund der Partikelgröße unbedenklich. Einen ausführlicheren Bericht lesen Sie am Donnerstag, 3. September, in unserem E-Paper. Auch im Nordviertel kann ein Anwohner seine Gartenidylle nicht genießen. Grund sind seine lauten Nachbarn.

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