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Nach einer Internet-Bestellung erhielt eine Frau aus Recklinghausen eine dubiose E-Mail - mutmaßlich von Betrügern.

Es geht um einen Euro

Auf die Internet-Bestellung folgt eine dubiose Mail - Polizei warnt vor Betrugsmasche

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Eine Frau aus Recklinghausen, die im Internet Wein bestellt hat, wäre beinahe Opfer von Betrügern geworden. Jetzt will sie andere Bürger vor dieser miesen Masche warnen.

  • Süderin erhält nach Online-Bestellung eine dubiose Mail 
  • Unbekannter Absender fordert Versandgebühr von einem Euro 
  • Polizei und Verbraucherbraucherzentrale warnen vor Betrügern

Die Süderin hat online bei einem Weinhändler in der Pfalz Nachschub geordert. Als Neukundin ging sie in Vorkasse. Per Mail bestätigte der Weinfachmann den Erhalt des Geldes und informierte seine Kundin, dass das Paket auf dem Weg nach Recklinghausen gehe. Doch dann erhielt die Frau eine E-Mail, die sie stutzig machte. Ein ihr unbekannter Absender forderte sie auf, eine Versandgebühr von einem Euro zu überweisen, erst dann könne das Weinpaket losgeschickt werden. Den Button "Versandgebühr hier bezahlen" drückte die Frau jedoch nicht. 

Bei der Polizei Recklinghausen ist die "Ein-Euro-Masche" im Fachkommissariat für Betrug bekannt. Seit Anfang des Jahres gab es mehrere Fälle, meistens in Verbindung mit einem Paketversand. "Man sollte auf gar keinen Fall auf den Link klicken", warnt Polizeisprecherin Ramona Hörst. In der Regel gehe es den Tätern um die Abfrage von EC- oder Kreditkartendaten, um damit im Ausland Käufe zu tätigen. Statt nur einen Euro zu zahlen, werde den arglosen Kunden heimlich das Konto geplündert. Sie rät Betroffenen dazu, derartige Fälle zur Anzeige zu bringen: "So können wir die Daten sammeln und den Betrügern auf die Spur kommen."

Auch Wolfgang Henkel von der Verbraucherzentrale in Recklinghausen appelliert dringend an Betroffene, bei dubiosen E-Mails auf keinen Fall etwas anzuklicken oder Anlagen zu öffnen. "Oft werden auf diese Weise Schadprogramme ausgelöst, die sich auf den Rechner laden, um Daten auszuspähen", so Henkel. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte in einem solchen Fall den Vertragshändler und/oder DHL kontaktieren. Ansonsten gilt: Mails mit unbekanntem Absender sofort löschen

In Recklinghausen-Hochlar beschäftigt eine mysteriöse Serie von Schüssen die Anwohner. Betrüger in Marl haben sich als Mitarbeiter des Jugendamtes ausgegeben. Derweil appelliert Recklinghausens Bürgermeister Christoph Tesche an die Bürger, nicht im Internet zu kaufen, sondern den lokalen Handel und die Gastronomie zu stärken.

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