Krankenpfleger bekleiden sich mit Schutzkleidung vor einem Krankenzimmer auf der Intensivstation des Uniklinikums Essen. Im Kreis Recklinghausen gibt es ebenfalls Coronavirus-Fälle.
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Krankenpfleger bekleiden sich mit Schutzkleidung auf der Intensivstation des Uniklinikums Essen.

Lage spitzt sich zu

Auslastung steigt: Kapazitäten freier Intensivbetten in Recklinghausen bei unter zehn Prozent

  • vonJoachim Schmidt
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Mehr als 100 Corona-Patienten liegen in den Kliniken und Klinik-Verbünden der Stadt Recklinghausen. Nicht alle werden ihre Covid-19-Erkrankung überleben.

Alle warten in diesen Tagen auf den langersehnten Impfstoff gegen das Coronavirus. Die Lage in den Krankenhäuser spitzt sich weiter zu. Im Süder Elisabeth-Krankenhaus, im Klinikverbund Proselis (Herten-Recklinghausen) und im Klinikum Vest (Recklinghausen-Marl) liegen, Stand Dienstag, 103-Covid-19-Patienten. 18 haben einen so schweren Krankheitsverlauf, dass sie intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Die Ärzte sagen, dass manche von ihnen trotz aller Bemühungen wohl sterben werden.

Im Knappschaftskrankenhaus sagt der ärztliche Direktor Prof. Hans-Georg Bone, dass freie Intensivbetten im Kreis Recklinghausen seit Tagen knapp seien. Die Kapazitäten lägen bei unter zehn Prozent. Meldet ein Krankenhaus ein freies Intensiv-Bett, für das auch Pflegepersonal bereitsteht, „dann muss man es meist zwei Stunden später schon wieder abmelden“, bestätigt Ulrike Much, die Geschäftsführerin des Elisabeth-Krankenhauses. „Ein Ende ist nicht absehbar.“

Krankenhäuser in Recklinghausen auf Impfung vorbereitet

Alle Krankenhäuser seien inzwischen gut vorbereitet auf die in etwa zwei Wochen bevorstehende Impfung ihres Personals, sagen die Ärzte, Geschäftsführer und auch Prosper-Chef-Apothekerin Beate Heite: „Ich hoffe sehr, dass der Impfstoff bald nach dem 18. Januar auch bei uns ankommt, wie Minister Laumann angekündigt hat. Wir bereiten uns seit Wochen darauf vor. Die Impfbereitschaft bei den Mitarbeitern ist sehr groß. Ich finde, wir können alle sehr dankbar sein, dass es den Impfstoff schon gibt.“ Mehr dazu gibt es in unserem E-Paper.

18 Patienten brauchen Intensivmedizin

Die mit Abstand meisten Covid-Patienten behandelt im Kreis RE das Klinikum Vest. In seinem darauf spezialisierten Marler Haus sind es 52. Zehn von ihnen liegen auf der Intensivstation. Im Knappschaftskrankenhaus liegen drei weitere Covid-Patienten, die zurzeit nicht verlegt werden können.

33 Covid-Patienten behandelt Proselis in RE (Prosper) und Herten, fünf von ihnen intensiv; 15 behandelt das Elisabeth-Krankenhaus, davon drei intensiv.

So sah die Lage in den Krankenhäusern in Recklinghausen kurz vor Weihnachten aus. Hier sind die aktuellen Corona-Zahlen in Recklinghausen im Überblick.

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