Der Streit um das defekte Horizontobservatorium auf der Halde Hoheward erreicht ein neues Stadium.
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Der Streit um das defekte Horizontobservatorium auf der Halde Hoheward erreicht ein neues Stadium.

Landmarke auf der Halde Hoheward

Kaputtes Horizontobservatorium: Regionalverband verklagt Stahlbaufirma auf  Millionensumme

  • Alexander Spieß
    vonAlexander Spieß
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Seit elf Jahren ist das Horizontobservatorium auf der Halde Hoheward wegen einer gerissenen Schweißnaht gesperrt. Jetzt kommt Bewegung in die Sache.

Mittlerweile hat der Regionalverband Ruhr (RVR) als Bauherr und Eigentümer des Stahlkolosses auf dem Dach der Halde Hoheward am Landgericht Bochum Klage gegen die Münchener Baufirma erhoben. Der RVR verlangt, dass das Unternehmen fünf Millionen Euro zahlt, damit die Mängel am Bauwerk behoben werden können. 

Ein Gutachter hatte im Zuge des ebenfalls seit elf Jahren währenden Beweissicherungsverfahrens der Firma eine Teilschuld daran gegeben, dass die Schweißnaht am Äquatorbogen gerissen ist. Der Gutachter empfahl seinerzeit einen Abriss und Neubau des Gebildes. Die Kosten dafür bezifferte er auf fünf Millionen Euro.

Klageschrift passt in keinen Umschlag

Die nach Angaben des Landgerichts bereits im November eingereichte Klageschrift ist offenbar so umfangreich, dass sie der beklagten Firma nicht auf herkömmlichem Weg in einem Umschlag zugestellt werden konnte. Bis zum 18. Februar hat das Unternehmen nun Zeit, eine Klageerwiderung einzureichen. An diesem Tag endet auch eine Frist zu einer möglicherweise letzten Stellungnahme im Zuge des Beweissicherungsverfahrens. Dieses ebenfalls am Landgericht Bochum anhängige Verfahren könnte nun womöglich schnell abgeschlossen werden, da sich das Geschehen auf das Klageverfahren verlagern dürfte, schätzt ein Gerichtssprecher. 

Rekordverdächtig lang

Auf die Dauer des Klageverfahrens könnte sich das rekordverdächtig lange Beweissicherungsverfahren ebenfalls auswirken. Denn die bestellten Gutachter haben im Laufe von elf Jahren praktisch bereits alles erörtert, was nun im Klageverfahren eine Rolle spielen könnte.

Im Zuge des Beweissicherungsverfahren formulierten die Beteiligten immer neue Fragen an die Gutachter. Fristen wurden immer wieder neu gesetzt. Beim Sunset-Picknick strömten im Vorjahr Tausende auf die Halde Hoheward.

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