Ärgerlich: Eine Autofahrerin aus Recklinghausen fühlt sich wegen eines Knöllchens von der Stadt "ausgenommen".
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Ärgerlich: Eine Autofahrerin aus Recklinghausen fühlt sich wegen eines Knöllchens von der Stadt "ausgenommen".

Ärger mit der Verwaltung

Bürgerin fühlt sich von der Stadt Recklinghausen "ausgenommen" - aus diesem Grund

  • Kathrin Grochowski
    vonKathrin Grochowski
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Claudia Dostal aus Recklinghausen ärgert sich über ein Knöllchen, das sie auf einem von der Stadt bewirtschafteten Parkplatz kassiert hat. Doch die Verwaltung sieht sich im Recht.

  • Bürgerin aus Recklinghausen kassiert 20-Euro-Knöllchen
  • Untersuchung im Krankenhaus habe zu Corona-Zeiten länger gedauert 
  • Stadtverwaltung führt Verpflichtung zur Gleichbehandlung an

Claudia Dostal aus Recklinghausen musste zu einer ambulanten Untersuchung ins Prosper-Hospital. Für ihren Wagen löste sie für zwei Stunden ein Parkticket. Doch im Krankenhaus kam es zu Verzögerungen, prompt kassierte die Autofahrerin ein Knöllchen. Jetzt fühlt sich die Frau von der Stadt Recklinghausen "ausgenommen".

Bürgerin hofft auf Nachsicht im Ordnungsamt Recklinghausen

Auch wenn sie das Verwarngeld in Höhe von 20 Euro nach eigenen Angaben bereits bezahlt hat, bleibt der Unmut über den Strafzettel. In Corona-Zeiten nähmen die Abläufe in der Klinik mehr Zeit in Anspruch. Obendrein sei es nicht möglich, im Krankenhaus ein- und auszugehen - etwa, um den Parkschein zu verlängern. "Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich gleich mehr Geld in den Automaten geworfen", sagt Claudia Dostal. Sie hatte gehofft, dass sich das Ordnungsamt in Zeiten von Corona nachsichtiger zeigt. "Besondere Situationen bedürfen auch besonderer Behandlung", findet Claudia Dostal und beschwerte sich beim Ordnungsamt.

Stadt Recklinghausen verweist auf alternative Parkmöglichkeiten

Doch die Stadtverwaltung sieht keinen Grund, das Verfahren gegen die Autofahrerin einzustellen. Auf Nachfrage heißt es, dass es hinlänglich bekannt sein dürfte, "dass die Corona-Pandemie in vielen Lebensbereichen zu Einschränkungen führt. Auch Frau Dostal hätte sich darauf einstellen können, dass die Untersuchung länger dauern würde und entsprechend einen Parkschein mit längerer Parkdauer ziehen können." Alternativ hätte sie den beschrankten Parkplatz nutzen und die tatsächliche Parkzeit bei der Ausfahrt bezahlen können. Nicht zuletzt wegen der Verpflichtung zur Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmer könne das Verfahren gegen nicht eingestellt werden.

Zum 1. Juli wurde die Mehrwertsteuer gesenkt - doch bei städtischen Leistungen haben die Bürger derzeit keinen Vorteil.

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