Holzmarkt in der Altstadt
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Kein außergewöhnliches Bild aus der Vor-Corona-Zeit: Auf dem Holzmarkt ist kein Durchkommen mehr.

Paketboxen und Cityhub

Erhöhter Lieferverkehr in der Altstadt: Ausschuss berät über zwei Lösungen

  • Ralf Wiethaup
    vonRalf Wiethaup
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Es gibt Probleme, die existieren während der Corona-Krise nicht. Dennoch ist es allemal nötig, sich darum zu kümmern, zum Beispiel um den Lieferverkehr im Kern der City.

In der zweiten Januarwoche wird der Wirtschaftsausschuss tagen. Die Mitglieder wollen sich über den aktuellen Stand zum Projekt „Citylogistik“ austauschen, das sich bereits seit Jahren mit dem zunehmenden Verkehr in der Altstadt beschäftigt. Für diese Entwicklung sind ausdrücklich nicht nur die Paketdienstleister verantwortlich, sondern auch viele andere Beteiligte.

Dazu gehören die betriebseigenen Lieferfahrzeuge ansässiger Betriebe, die Entsorger wie zum Beispiel die Müllabfuhr, der Lieferverkehr für Ärzte und Apotheken, der bestehende Handwerker- und Bauunternehmer und natürlich der private motorisierte Individualverkehr.

Recklinghäuser dürfen mitreden

Deswegen sollen bei der Lösungsfindung auch Anwohner, Händler, Gastronomen sowie Verbände und Verwaltung gleichermaßen beteiligt werden. Und vielleicht ist ein möglicher Ausweg schon greifbar nah – mithilfe sogenannter Paketboxen.

Ein Pilotprojekt läuft bereits in der Innenstadt. Und: Es könnte ausgeweitet werden. Es geht es darum, einen sicheren Ablageplatz für Pakete zu haben, denn viele Boten klagen darüber, dass sie die Geschäfte erst ab deren Öffnungszeit um 10 Uhr beliefern können, und dann käme es zu Kollisionen mit dem Publikumsverkehr. Um für die Idee der Paketboxen zu werben, die zwischen 500 und 1000 Euro kosten, denkt die Verwaltung daran, diese zumindest einmalig zu bezuschussen.

City-Hub als Innovation für Recklinghausen

Ergänzt werden könnte das Paketboxen-Prinzip durch eine weitere Innovation: den City-Hub. Dieser funktioniert als eine Art Mini-Depot für Kuriere. Dort sollen Bestellungen für Privatleute und den Einzelhandel gesammelt werden. Im Idealfall werden sie dann von Elektrofahrzeugen und Lastenfahrrädern zu den Adressaten gebracht. Nach Angaben der Stadt steht die Wirtschaftsförderung mit zwei potenziellen Betreibern in Verhandlungen. Mehr dazu gibt es im E-Paper.

Am Lohtor verändert sich etwas: Das Fachgeschäft Foto Hamer verschwindet. Christian Hamer röffnet an Ort und Stelle im nächsten Jahr ein modernes Fotostudio.

Dieses Bauvorhaben soll die Breite Straße in Recklinghausen aus dem Dornröschenschlaf erwecken.

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