Kristin Predeck (29) lebt seit drei Jahren in Kalifornien.
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Kristin Predeck (29) lebt seit drei Jahren in Kalifornien.

Erfahrungsbericht

Wie lebt es sich im Corona-Hotspot USA? Eine Recklinghäuserin (29) erzählt

  • Alina Meyer
    vonAlina Meyer
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Ausgebrochen im chinesischen Wuhan, hat der Coronavirus inzwischen die ganze Welt verseucht. Kristin Predeck lebt seit drei Jahren in den USA und berichtet von ihren Erfahrungen vor Ort.

Die 29-jährige Kristin Predeck ist nach ihrem Studium der Linguistik an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf nach Kalifornien, genauer gesagt nach Davis gegangen, um dort ihre Doktorarbeit zu schreiben. An der University of California, Davis (UC Davis) forscht sie derzeit für ihre Dissertation im Bereich automatische Spracherkennung.

Die Vereinigten Staaten sind der Corona-Hotspot schlechthin. Weltweit führen sie die Infektions- und auch die Todeszahlen an. Ob der gebürtigen Recklinghäuserin das Sorgen bereitet? „Man stumpft irgendwann ein bisschen ab. Die Angst war am Anfang präsenter, jetzt ist sie eher im Hintergrund. Natürlich ist das Gesundheitssystem hier nicht so gut wie in Deutschland. Das ist schon beängstigend“, erzählt sie.

Kollaboration mit Uni Köln wegen Corona nicht möglich

Vom 19. März bis 28. Mai durften die Kalifornier ihr Haus nur aus wichtigen Gründen verlassen. Seit dem 28. Mai schwanke das immer mal wieder. Momentan ist die Universität in Davis geschlossen. Unterrichtet wird ausschließlich online. „Es ist unklar, wann die Universität wieder öffnen kann. Für das akademische Jahr 2020/2021 habe ich ein Stipendium erhalten, um forschen zu können. Eigentlich war eine Kollaboration mit der Universität Köln geplant, was durch die Pandemie nun nicht mehr möglich ist. Ich kann also zurzeit wenig, bis keine Daten sammeln“, sagt Kristin Predeck.

Kontakt zu vier Personen im Wechsel

Und wie sieht es privat aus? „Auch da ist man durch die weiterhin geltenden Kontaktbeschränkungen sehr eingeschränkt“, erzählt die Doktorandin. Sie würden zwar nicht polizeilich kontrolliert, dennoch halte sie sich aus moralischen Gründen daran, so Kristin Predeck. „Das bedeutet, dass der soziale Kreis extrem eingeschränkt wurde, auch dadurch, dass ich keine Familie hier habe. Ich habe im Mai nur meine Mitbewohnerin gesehen und ab und an eine Freundin für Spaziergänge mit zwei Meter Abstand und Maske. Das hat sich seit Mai etwas entspannt. Ich sehe aber weiterhin in Rotation nur vier Personen.“

Ob die Recklinghäuserin glaubt, dass sich mit Joe Biden als künftiger US-Präsident etwas verändern wird, lesen Sie in einem ausführlicheren Bericht lesen Sie in unserem E-Paper. Haben Sie Kontakt zu Recklinghäusern, die im Ausland leben? Melden Sie sich gerne bei uns unter rzredaktion@medienhaus-bauer.de.

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