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Eine lange Schlange reiht sich vor dem Diagnosezentrum am Prosper-Hospital.

Corona-Krise im Vest

Kritik gegenüber Diagnosezentrum am Prosper-Hospital wird laut - das steckt dahinter

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Viele Patienten, die im Verdacht stehen, sich mit dem Sars-CoV-2 angesteckt zu haben, warten in diesen Tagen vergeblich vor dem Diagnosezentrum auf einen Abstrich.

  • Patienten beklagen lange Wartezeiten am neu eingerichteten Diagnosezentrum
  • Allgemeinmediziner appelliert, den Abstand zwischen den wartenden Patienten zu erhöhen, um eine Ansteckung zu verhindern.
  • Verantwortliche haben sich am Dienstag zusammengesetzt, um Lösungen zu erarbeiten, die die Situation entschärfen sollen.

Unerfreuliche Erfahrungen sammeln Patienten in diesen Tagen am neu eingerichteten Diagnosezentrum am Prosper-Hospital. Am Dienstagmorgen standen 110 Menschen in der Schlange, um sich auf das Sars-CoV-2-Virus testen zu lassen. 

Angeblich nur 100 Testkits pro Tag verfügbar

Die meisten Patienten hatten sich schon am Vortag lange Wartezeiten auf sich nehmen müssen und sind dann doch unverrichteter Dinge nach Hause geschickt worden. Kein Wunder, wie längst alle zu wissen glauben: „Die haben hier nur 100 Testkits pro Tag, danach ist Schluss.“ Ob das wirklich stimmt, bleibt unklar: Die Kassenärztliche Vereinigung, die ihren Hauptsitz in Dortmund hat, wollte oder konnte das am Dienstag nicht bestätigen. 

Entgegen der Aussage von Vanessa Pudlo, Pressesprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung, demnach viele Menschen aus eigenem Antrieb am Diagnosezentrum erscheinen, bestätigt sich der Eindruck vor Ort nicht. Hier hat fast jeder eine Überweisung seines Hausarztes dabei. 

Appell an Patienten: Zwei Meter Abstand einhalten

Michael Rausch, Facharzt für Allgemeinmedizin, appelliert an die Patienten, beim Warten am Diagnosezentrum zwei Meter Abstand zum Nebenmann zu wahren und mit niemandem zu sprechen, um das Risiko einer Ansteckung zu verringern.

Die Beschwerden über lange Warteschlangen sind bei den Verantwortlichen angekommen und auch Landrat Cay Süberkrüb hat sie als Dienstherr des Kreisgesundheitsamtes registriert. Laut Vanessa Pudlo haben sich noch am Dienstag alle Beteiligten zusammengesetzt, um diese Situation zu entschärfen.

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