Litfaßsäule gegenüber der Kunsthalle.
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Nicht immer war sie schön anzusehen, jetzt ist sie ganz weg: die Litfaßsäule gegenüber der Kunsthalle.

Radstation

Litfaßsäule plötzlich verschwunden

  • Ralf Wiethaup
    vonRalf Wiethaup
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Nicht jeder dürfte es bemerkt haben, Luitgard Nolte aber schon: Die Litfaßsäule am Hauptbahnhof muss für die Radstation weichen. Für sie soll ein neuer Standort gefunden werden.

Bereits seit vielen Jahren fotografiert die Rentnerin Litfaßsäulen im Recklinghäuser Stadtgebiet, und da ist ihr natürlich sofort aufgefallen, dass eine fehlt. Gegenüber der Kunsthalle am Hauptbahnhof ist eine Litfaßsäule entfernt worden, weil diese bei den gerade begonnenen Bauarbeiten zur neuen Radstation im Wege ist.

Doch das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Litfaßsäule nicht wieder aufgestellt wird, nur an dieser Stelle ist sie eben dauerhaft nicht mehr erwünscht. Der Werbeträger ist im Besitz der Firma Ströer Media GmbH, und mit dieser hat die Stadt vereinbart, dass gemeinsam nach einem neuen Platz gesucht wird – wenn denn Bedarf besteht. Die Festlegung eines Ersatzstandortes werde frühestens im Oktober dieses Jahres geschehen, sagt Ströer Media.

Recklinghäuserin dreht „Litfaßsäulenrunde“

Für Luitgard Nolte ist dies schon eine gute Nachricht. Die 79-Jährige war nach dem Winter-Intermezzo in Recklinghausen und einem bereits vor sieben Wochen erlittenen Muskelfaserriss wieder mal auf ihr E-Bike gestiegen, um eine „Litfaßsäulenrunde“ zu drehen. In diesem Zusammenhang ist ihr dann aufgefallen, dass die Säule neben dem Hauptbahnhof verschwunden war.

Dabei ist es gar nicht so einfach, den Überblick über die Litfaßsäulen zu behalten: Die Firma Ströer Media vermarktet in Recklinghausen insgesamt 300 herkömmliche und moderne Werbeträger, und die Litfaßsäule spielt dabei immer noch eine nicht unwesentliche Rolle. Von diesen stehen im Stadtgebiet immerhin 65 Stück. Woher die Litfaßsäule ihren Namen hat und wie es zu der Idee kam, die Plakatsäule aufzustellen, lesen Sie in einem ausführlicheren Bericht in unserem ePaper.

Der Bau der neuen Radstation startete schleppend unter anderem, weil Mauerfundamente gefunden worden waren. Der Bau wurde schließlich um einiges teurer, als ursprünglich geplant. Grund sind aufwendige Bodenarbeiten und Gebühren von der Bahn.

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