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Vor dem Amtsgericht ging es um eine Luftgewehr-Attacke in Recklinghausen.

Prozess am Amtsgericht

Luftgewehrschütze aus Recklinghausen trifft Nachbarn im Intimbereich

  • Jörn Hartwich
    vonJörn Hartwich
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Nach einer Luftgewehr-Attacke auf seinen Nachbarn (57) musste sich ein 47-Jähriger vor dem Amtsgericht Recklinghausen verantworten. Pikant: Der Schütze traf ausgerechnet den Intimbereich.

Es war im Juni 2020 gegen 19 Uhr, als der Angeklagte aus Suderwich zu seinem Luftgewehr griff, anlegte und mehrfach aus dem Kellerfenster heraus abdrückte. Sein Nachbar war völlig ahnungslos. Der 57-Jährige lag auf einer Gartenliege, hörte Musik und genoss die letzte Sonne des Tages. Dann ein wahnsinniger Schmerz, die Badehose färbte sich blutrot.

Nach der Notfall-Behandlung im Krankenhaus hatten die Ärzte zwar Entwarnung gegeben, doch dann stellten sich Komplikationen bei dem Suderwicher ein. „Das war eine sehr unangenehme Sache“, so der Zeuge im Prozess am Amtsgericht in Recklinghausen. „Ich hatte monatelang daran zu knacken.“ Manches sei bis heute nicht wieder so, wie es sein sollte.

Hintergrund der Tat war offenbar ein jahrelanger Nachbarschaftsstreit. Das Luftgewehr hatte sich der Angeklagte erst einige Monate zuvor zugelegt. „Ich habe zwar in seine Richtung geschossen“, so der 47-Jährige. „Aber ich wollte ihn eigentlich nur erschrecken.“ Das Gericht verurteilte den Mann letztlich zu 22 Monaten Haft auf Bewährung sowie 1000 Euro Schmerzensgeld. Damit kann der Angeklagte zufrieden sein. Schließlich hatten die Ermittler bei der Durchsuchung seiner Wohnung auch noch eine Cannabis-Plantage entdeckt.

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